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Kadavrik: ... Until The Die Is Cast

Was ist DAS doch für eine geile Scheibe!
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 39:47
Release: 31.03.2007
Label: Eigenproduktion

Dass es die 5 jungen Weseler Melodic Death Metaller von Kadavrik live sorichtig drauf haben, konnten wir bislang schon zweimal selbst eindrucksvoll erleben (siehe unsere Live-Reviews). Die Gigs der Jungs liessen unsere Kinnladen jedes Mal wieder aufs Neue runterklappen. Umso gespannter war ich dann, als ich endlich das Demo-Album der Jungs in Händen hielt, um es dann auch direkt mal in dem Schacht des CD-Players verschwinden zu lassen.

Denn es wäre ja zu schön, wenn diese Klasse und diese Power, die diese Band ausstrahlt, nicht nur live, sondern auch auf CD vorhanden wären. Kurz noch zur Mucke an sich: Melodic Death Metal, klar … also, hier vereinen sich ins Hirn fressende Riffs zusammen mit genialen Gitarren- und auch Keyboardmelodien, die Drums sorgen für den vorantreibenden Rhythmus und die Growls geben dem Hörer schliesslich den Rest.

Zunächst sei gesagt, dass ich nun wirklich nicht an der Krankheit „Kinnladenmuskelschwäche“ leide. Und trotzdem beobachte ich schon im Verlauf des Demo-Albums bei mir dieselben Symptome, die ich zuvor schon an mir entdeckte, als ich die Jungs live auf der Bühne habe zocken sehen. Die Songs strotzen nur so vor Energie und wirken daher unheimlich präsent. Die Melodien sind prima durchdacht, kopfloses Drauf-los-Gebolze sucht man bei Kadavrik vergebens!

Das Instrumental „Cryophobia“ schafft zunächst mal per Gewitter- und Keyboardklänge die passende Stimmung, doch dann geht das Intro nahtlos über in mein erstes Highlight, das da heisst „Icecold Winter´s Grave“ – eine richtig hochklassige Arbeit hat die Band schon mit diesem Song geleistet. Hier gibt´s großartige Melodien von Christoph an der Leadgitarre und Marcel am Keyboard, das Tempo wird von Drummer Frank und Bassist Oliver auch perfekt variiert, Niklas´ Stimme kommt so richtig schön giftig … Ich ziehe meinen Hut, denn so was Geiles schaffen so manche „Großen“ nicht einmal!

Giftig und mit mehr durchgedrücktem Gaspedal folgt dann „Above The Weak“ auf dem Fuße und tendiert stellenweise sogar ein wenig Richtung Black Metal. Doch dank der gut durchdachten Strukturen müssen wir auch in diesem Song auch nicht auf Tempowechsel und geniale Melodien verzichten. „The Voice Beside“ baut sich eingangs erst ganz gemächlich auf … mit synthetischen Klängen, bis dann die restlichen Instrumente hinzustossen. Dieses Stück beherbergt dann im weiteren Verlauf einen Part, bei dem ich mir sehr gut die live-technische Umsetzung vorstellen kann, und zwar dann, wenn die Jungs das Publikum zum Mitgröhlen animieren …

„Dyster“ folgt direkt ohne große Pause, ganz so, als hätten die Jungs keine Zeit zu verlieren. Dieses Stück ist ein astreines Instrumental, das nochmals die Klasse jedes einzelnen Musikers der Band eindrucksvoll aufzeigt. So klasse gemacht, dass einem Freudenpipi in die Glubscherchen schiesst! In „Baptised In Alcohol“ widmet man sich … was wohl … dem Alkohol, das aber in Kadavrik-Manier. Eher im Midtempo angesiedelt, aber mit nicht minder Umdrehungen ausgestattet.

Das flotte und unglaublich melodische „Thin And Frail“ ist ein absolut geniales Stück! Hier gibt es meiner Meinung nach nichts, aber absolut gar nichts, was die Jungs hätten besser machen können! Man nehme als Beispiel nur das Gitarrensolo … ohne Worte, denn das ist einfach nur geil! Und was sich die Jungs da für Gedanken gemacht haben, Abwechslung in den Song zu bringen … das hat eindeutig professionelle Züge, was die Weseler hier erschaffen haben!

Das hammergeile Riffing ist das Markenzeichen von „Alive With Nothingness“, welches auch wieder mal ein ganz, ganz großes Stück genialer Mucke von Kadavrik geworden ist. Die Riffs gegen Songende werden kein Erbarmen haben mit den Nackenmuskeln, das kann ich versprechen! Das letzte Stück „The Die Is Cast“ ist der Titelsong des Albums. Man bekommt also zum Ende des Albums hin noch mal die volle Ladung von Kadavrik um die Lauscherchen geknallt.

Für die Produktion zeichnet sich Andreas Funke verantwortlich, der sicherlich vielen von Euch ein Begriff ist, hält er doch bei Midwinter den Posten des Bassisten inne. Und Andreas versteht aber mal so richtig, wie Kadavrik´s Mucke zu klingen hat: Er hat erstklassige Arbeit geleistet, denn das Demo, so kann man es schon sagen, kann qualitativ ganz locker mit den Scheiben der ganz Großen mithalten. Sehr gute Produktion, die dieses Demo schon verdammt profimäßig rüberkommen lässt.

Ich habe seit langem kein Demo-Album mehr gehört, das dermaßen professionell aufgemacht ist. Damit meine ich auf jeden Fall die Musik, aber auch die Aufmachung des Covers und des Booklets sieht nach allem aus außer nach einem einfachen Demo. Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn Kadavrik noch lange auf einen Plattendeal warten müssen, bei der Leistung, die sie sowohl konstant auf den Bühnen zeigen und diese Klasse nun auch noch mit ihrem Demo verdammt eindrucksvoll untermauern. Ich bewundere Kadavrik dafür, dass sie sowohl auf der Bühne als auch auf CD auf ganzer Linie zu begeistern wissen. Denn man muss sagen, dass sich so manche „große“ Band noch ´ne Scheibe abschneiden kann von dem, was die jungen Musiker aus Wesel live und auf CD abliefern!

Fazit: Fast schon Perlen vor die Säue, so was Erstklassiges noch als „Demo“ laufen zu lassen! Wer sich „Until The Die Is Cast“ angehört hat und danach nicht auch ein Fan von Kadavrik geworden ist, dem ist beim besten Willen nicht mehr zu helfen!

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