Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Kadavar: Abra Kadavar

Eine Zeitreise in die 70er Jahre
Wertung: 9/10
Genre: Classic Hard Rock
Spielzeit:
Release: 12.04.2013
Label: Nuclear Blast

Siebziger Jahre Revivals gab es ja nun schon einige. Immer wieder flammt der klassiche Rock dieser Zeit auf, um sich nach einem kurzen Intermezzo an der Sonne wieder schlafen zu legen. Eine gehörige Anhängerschar hat die klassische Rockmusik dennoch nach wie vor. Aus diesem Dunstkreis stammt die Berliner Band Kadavar (Ger). Bereits die zweite Platte lauscht dem Namen „Abra Kadavar“. Alleine die Tatsache, dass der Silberling bei Nuclear Blast erschienen ist zeigt, dass der Retro-Rock wieder einen festen Platz in der Mitte der Musikfans hat.

„Abra Kadavar“ verströmt sofort dieses typische Gefühl der Rockmusik aus den Siebzigern. Klarer Gesang, saubere Linienführung in den Songs, ein deutlich hörbarer Bass und ein relativ weit im Hintergrund stehendes Schlagzeug markieren die Eckpfeiler von „Abra Kadavar“. Dazu gibt es schön gearbeitete Gitarrensoli, Wah-Wahs, psychedelische Synthies und vor allem tolle Melodien.

Fast alle Songs haben irgendwo ihre ganz eigenen Highlights. Während die erste Nummer vor allem durch das coole Riffing und dem stimmigen Gesang überzeugen kann, so kommen weiter hinten im Albumverlauf auch einige wirklich großartige Gitarrensoli zum Einsatz. Auch bei „Come Back Life“ gibt es schon ein großes Solo, aber im Verlauf des Albums wird der Hörer noch bessere zu Ohren bekommen.

An einem Song sei die besondere Struktur der meisten Lieder auf der Platte oberflächlich erläutert. „Black Snake“ ist vollgestopft mit fast allen für die Band typischen Elementen. Es gibt ein paar große Gitarrenläufe, Gitarrenparts, die sich genau an die Gesangsstruktur anpassen und richtig coole Basslicks. Über alledem schwebt der nicht weit im Vordergrund stehende  Gesang, der sehr höhenorientiert klingt. Viele Variationen bieten auch noch die beiden darauffolgenden Stücke „Dust“ und „Fire“. Kadavar (Ger) sind Meister im Stimmung erzeugen.

Klangtechnisch haben sich die Berliner auch nicht lumpen lassen. Neben großer Musik gibt es auch einen (beinahe) authentischen Sound. Falls Multieffektgeräte und digitale Studiotechnik verwendet wurden, so kann man sie kaum erahnen. Mit Ausnahme von Feinheiten wie besseren Mikrofonen, die nicht so schwer zu erahnen sind, muss man den Klang wirklich als ursprünglich bezeichnen.

Freunde der klassischen Rockmusik sollten hier unbedingt einmal reinhören. Kadavar (Ger) machen ihre Sache sehr gut und haben neben den wunderbaren Songs auch noch einen schönen weichen Retro-Sound abgeliefert. Hier klingt alles analog. Wer die Anfänge von Black Sabbath oder Pentagram gerne mag, der ist hier perfekt beraten. Wenn man auch nur ein bisschen was mit der Musik aus den 70er Jahren anfangen kann, dann ist „Abra Kadavar“ genau die richtige Scheibe.

comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen