Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Jump The Gun: Second Shot

Wenig spektakulärer Retro-Rock
Wertung: 6/10
Genre: Rock
Spielzeit: 57:49
Release: 26.05.2006
Label: Firebird

Dass diese Band und ihr zweites Album “Second Shot” aus Deutschland stammt, hätte ich zunächst absolut nicht gedacht. Denn bei der Betrachtung des Bandnamen Jump The Gun und des Covers von “Second Shot” hätte ich zunächst auf eine ziemlich patriotische US-Band getippt. Das dies nicht der Fall ist, ist allerdings überhaupt nicht tragisch, ganz im Gegenteil.

Ihren Stil bezeichnet die Band als “Roadhouse Rock” und damit liegen sie absolut richtig. Denn was den Hörer von “Second Shot” erwartet ist eingängiger und musikalisch hervorragender Retro-Rock mit starkem US-Einschlag. Diesen erkennt man z.B. am Song “Wanted”, der streckenweise deutliche Country-Einflüsse aufzeigt und mit seinen mehrstimmigen Vocals und den rockigen Gitarren fühlt man doch enorm an 80er oder 70er US-Rock Bands erinnert. Was auch deutlich wird ist, dass Jump The Gun aus Leuten besteht, die es verstehen mit ihren Instrumenten umzugehen, denn die Gitarrenmelodien bzw. Soli und die gesamten Arrangements sind nicht von schlechten Eltern.

Gut, “Second Shot” ist bei weitem kein bahnbrechendes Album und es wird auch für die jüngeren Generationen - zu der ich mich persönlich ja auch zähle- nicht wirklich interessant sein, aber auch ich kann mich problemlos an Ohrwürmern wie “The Promise We Made”, “Gold Was The Word” oder “Run For Your Life” (mit einem tollen Intro, welches jeder aus seinen Kindertagen kennen müsste) erfreuen. Vor allem aber die Hörerschaft, die mit Bands wie Uriah Heep, Status Quo oder Nazareth aufgewachsen ist und auch mit Sicherheit die Zielgruppe der Band darstellt, wird Gefallen an dieser Platte finden. Auch sollte der Band ein Platz bei den deutschen Retro-Rock Festivals sicher sein.

Dauerhaft gibt mir “Second Shot” aber leider zu wenig, denn wirklich spannend sind viele der insgesamt 14 Songs nicht (z.B. “I Chose The Road Instead” und “Love That I Can Touch”). Dies liegt auch daran, dass die Songs sich einfach zu wenig voneinander unterscheiden, sowohl musikalisch als auch textlich. Ein wenig mehr Abwechslung hätte dem Gesamtwerk mit Sicherheit gut getan.

Was mir allerdings sehr gut gefällt ist der Sound des Album, denn die eigentlich sehr sanfte und differenzierte Produktion führt dazu, dass man wirklich jedes musikalische Detail erkennen kann, ohne dass den Riffs die nötige Energie entzogen wird. Davon könnten sich viele modernere Rock-Bands, die einfach nur darauf setzen, dass alles möglichst laut “knallt”, eine Scheibe von abschneiden. Hier geht ein großes Kompliment von mir an Hauptsongwriter und Produzent Ricky Gee.

Fazit: “Second Shot” ist wirklich kein schlechtes Album, aber auch nur Leuten zu empfehlen, die immer noch auf gutgemachten, aber wenig spektakulären Retro-Rock abfahren. Diese werden sicherlich viel Freude an diesem Album haben.

comments powered by Disqus

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend