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Judas Priest: A Touch Of Evil – Live

Nach der Studio Doppel-CD eine Live-Einzelscheibe
keine Wertung
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 59:51
Release: 10.07.2009
Label: Sony Music

The Priest ist back, obwohl sie eigentlich gar nicht weg waren. Mit ihrem fünften Live-Album wollen sie sich wieder ein Denkmal setzen, wie seinerseits mit ihrem ersten Single-Disc-Output „Unleashed In The East“. Die Zeichen stehen generell nicht schlecht, ihr letztes Werk „Nostradamus“ schaffte es wie schon der Vorgänger auf die beste jemals von Judas Priest erlangte Chartposition, nämlich Platz fünf. Dass man sich auf alte Stärken besinnt, zeigt auch dass man erstmalig seit 1988 wieder mit Tom Allom zusammen arbeitete. Er war für den ersten Liveklassiker und auch z.B. das Kultalbum „British Steel“ verantwortlich.

Über die Musik von Judas Priest zu berichten, würde wohl bedeuten, Eulen nach Athen zu tragen. Die New Wave Of British Heavy Metal-Legende dürfte wohl jedem Fan bekannt sein, der auch nur ansatzweise etwas mit Metal zu tun hat. Anstatt das Album nun als weitere „Best of Live“- Scheibe zusammen zu setzen, achtete man darauf, dass man nur Stücke auswählte, die zuvor noch nie offiziell als Live-Versionen veröffentlicht wurden. So lautet es zumindest in der Presseinfo. Dass zum Beispiel „Beyond The Realms Of Death“, „Painkiller“ und „A Touch Of Evil“ aber schon auf dem 2003er Album „Live In London“ und beim „98`Live – Meltdown“ live aufbereitet wurden, wenngleich ohne Rob Halford am Mikro, hat man wohl übersehen.

Aber egal, auf der einen Seite ist es schön, dass nun überwiegend nicht veröffentlichte Liveversionen am Start sind, auf der anderen Seite hätten es ruhig zwei CD`s sein dürfen, eine dann gespickt mit den Hits der Band, die ja auch bei keinem Liveauftritt fehlen dürfen. Die Aufnahmen stammen von den großen Tourneen der Jahre 2005 und 2008. Da mir das Album nicht physisch vorliegt, scheint es fast so, als ob man einer Todsünde erlegen ist und durch die unterschiedlichen Aufnahmeorte und Zeiten zwischen den Songs aus und einblendet. Ich kann nur hoffen, dass dies in der finalen Version nicht der Fall ist.

Der Sound an sich scheint tadellos zu sein und genug Druck zu erzeugen. Die Band ist stets gut drauf, was aber bei der Möglichkeit, aus hunderten von Konzerten auszuwählen, auch verwunderlich wäre, wenn das nicht passen würde. Ein gelungenes Werk, bei dem mir speziell „Between The Hammer And The Anvil“, „Riding On The Wind“, das tolle „Beyond The Realms Of Death“ (vom “Stained Class”- Album 1978!), “A Touch Of Evil”, mit Abstrichen “Prophecy” und das absolute Highlight “Painkiller” in den Kopf kommt.

Fazit: Man hat sich freiwillig selbst dadurch limitiert, dass natürlich viele großen Hits fehlen. Dadurch geht natürlich schon viel Stimmung verloren. Mutig ist das auf jeden Fall, aber sinnvoll? Warum es sich nur um eine Single-Disc handelt, ist ebenso seltsam und nicht wirklich zeitgemäß für eine Band mit einem derartigen Backkatalog. Somit konzentriert man sich deutlich mehr auf die eigenen Fans, die es ja nun auch zu Recht zu Genüge gibt. Eine Bewertung verkneife ich mir, da noch einige Fragezeichen da sind, die sich so erstmal negativ auswirken würden, wie z.B. das Aus- und Einblenden, welches doch viel Livestimmung zerstören würde.

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