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Joyless: Without Support

Wenig Abwechslung
Wertung: 6.5/10
Genre: Retro/Indie
Spielzeit: 49:53
Release: 11.03.2011
Label: Van Records (Soulfood)

Die norwegische Band Joyless ist nach zehn Jahren zurück und bringt ein neues Album mit. „Without Support“ beinhaltet zehn neue Songs. Die Sängerin Ida Hellebø steht also in den Startlöchern, um zu überzeugen. Das Projekt Joyless ist aus der Black-Metal-Formation Forgotten Woods entsprungen, um auch einmal andere Wege zu gehen und zu experimentieren. „Without Support“ ist nun ihr drittes Album.

Das mit dem Black Metal kann der Hörer getrost beim ersten Song schon vergessen. „Have A Nice Fight“ klingt vielleicht noch danach. Doch da hört es schon auf. Ruhige, zarte Takte werden angeschlagen und der Hörer auf einen Trip mitgenommen. Das Gefühl, auf einem Trip zu sein, wird dann noch von der norwegischen Sängerin Ida Hellebø herrlich unterstützt. Sie säuselt derart künstlich ins Mikrofon, dass es einem eiskalt den Rücken herunter läuft. Auch ist das Tönetreffen nicht ihre große Stärke. Zu allem Überfluss ist der Song auch noch mit fast sechs Minuten deutlich zu lang. Inhaltlich hat sie wenig zu sagen, es wird einfach durchweg wiederholt, dass es Sommer ist.

So geht es auch leider weiter. „Puberty And Dreams“ weckt die Hoffnung, dass es rabiater zur Sache geht, ganz dem gerecht werdend, was so in der Pubertät durchgemacht wird, aber der Song enthält nichts von den Gefühlen, die jeder Teenager durchmacht. Im Gegenteil, die Gitarren schrammeln furchtbar gleichmütig, das Schlagzeug hämmert derart monoton, dass ganz andere Vorahnungen herbeigeführt werden: Jugendliche, die im LSD-Rausch die Einstellung gewählt haben, dass doch eh alles vorbei ist.

"Und so weiter und so fort" könnte die Beschreibung hier nun weiter gehen. Jeder Song des Albums enthält die gleichbleibend monotone, säuselige Stimme. Variationen scheint die Sängerin nicht zu kennen oder nicht nutzen zu wollen. Beim Blick auf das Cover des Albums wird der Gedanke des Drogenrausches noch einmal intensiviert: ein verschwommenes Gesicht in morbiden Farben, ein Hang norwegische Depressivität auf einem Silberling und das mal zehn. Es ist auf jeden Fall eine richtige Herausforderung, einzelne Stücke herauszunehmen und zu besprechen.

Das geht natürlich nicht, also dreht der Laser die nächste Runde über den Silberling und die nächste und auch die übernächste. Dann ist auch erstmal die Geduld erschöpft. Dennoch ist zu sagen, dass die Lieder nicht nur einfach hingeschmiert wurden, die Melodien, wenn auch alle extrem identisch, doch ihre Facetten aufweisen. Für trübe Tage und miese Stimmung ist Joyless definitiv nicht zu empfehlen, es sei denn, man steht auf Selbstgeißelung. Für kühle Sommernächte mit einem Glas Wein in der Hand ist es aber eine gute Wahl. Mehr gibt es an dieser Stelle einfach nicht zu sagen.

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