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Joey Ramone: ...ya know

Mehr als nur minimalistischer Sound
Wertung: 9/10
Genre: Punk
Spielzeit: 52:08
Release: 25.05.2012
Label: Mutated Music / BMG Rights Management

Joey Ramone - bei diesem Namen denkt wohl jeder sofort an die legendären Ramones, die von Vielen als Prototyp des Punks gesehen wurden. Ungewollt erschufen sie eine Musikrichtung, die vor allem durch Minimalismus ausgezeichnet wurde, da die meisten Lieder nur aus wenigen simplen Akkorden bestanden. Elf Jahre nach seinem Tod kommt nun sein zweites Soloalbum, von Ramones Bruder Micky Leigh postum veröffentlicht, auf den Markt. Dieses trägt den interessanten Titel „…ya know?“. Was erwartet man als Hörer  von dem Soloprojekt eines Künstlers, der besonders durch seine Arbeit als Sänger einer Band wie den Ramones bekannt geworden ist? Minimalismus? Simpel aufgebaute, aber trotzdem mitreißende Lieder? Falsch, denn Jeffrey Hyman, wie Joey Ramone mit bürgerlichem Namen hieß, überzeugt mit einem äußerst abwechslungsreichen Sound.  Im Gegenzug gibt es auch schnellere Songs, die vor allem alten Ramones-Fans gut gefallen sollten.

Mit „Rock’n’Roll is the answer“ geht es erst einmal entspannt los, Tempo hat das Lied kaum, trotzdem ist es ein gelungener Opener und macht Lust auf mehr. Diese Tendenz setzt sich auch bei den folgenden beiden Songs fort. Besonders deutlich wird Joeys Liebe zum alten Rock’n’Roll, denn sein Sound ist stark davon geprägt. Bei „Waiting For That Railroad“ wird es auf einmal ganz ruhig. Joey klingt schon fast wie ein Songwriter, begleitet von akustischen Instrumenten. Im Anschluss folgt mit „I Couldn’t Sleep“ ein wieder schnellerer Song und der erste, der auch von den Ramones selbst hätte stammen können. Ebenso „Eyes Of Green“, „There’s Got To Be More To Life“ und „21st Century Girl” sind sehr nah an dem minimalistischen Sound der Ramones. Bei den anderen Songs orientiert sich Joey vor allem am klassischen Rock’n’Roll und das sehr gekonnt. Teilweise wirken die Songs trotzdem sogar fast modern, obwohl er bereits seit elf Jahren tot ist. Auch das zeigt wieder, dass Joey Ramone ein großer Künstler war, der durchaus mehr zu bieten hatte als den minimalistischen Sound der Ramones. Wobei es natürlich auch nicht einfach ist, mit derart simpel aufgebauten Liedern einen derart großen Erfolg zu haben.

Vielleicht wird „…ya know?“ ein paar alte Ramones-Fans verstören. Den Minimalismus, der die Musik der Ramones geprägt hat, sucht man hier jedenfalls vergeblich. Im Gegensatz dazu hat Micky Leigh seinem Wunsch entsprechend die letzten Werke Joey Ramones nicht nur zu veröffentlichen, sondern überhaupt erst einmal zu vollenden, vollkommen erfüllt. Mit dieser Scheibe bekommt man ein gut produziertes, abwechslungsreiches und absolut hörenswertes Album nach Hause, welches wieder einmal beweist, dass Joey Ramone ein großartiger Musiker war. Den Hörer erwarten 15 bisher unveröffentlichte und ungehörte Songs, die Joey vor seinem Tod seinem Bruder anvertraut hat und die man als musikalisches Erbe Joeys sehen kann. Vor allem bei Sammlern darf diese Platte nicht im Regal fehlen, aber durch die Vielseitigkeit ist das gelungene auch eine Empfehlung für Menschen, die mit den Ramones nicht so viel anfangen konnten.

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