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Jimi Blue: Key to the City

Aussageloses Pop-Gedudel
Wertung: 0/10
Genre: Pop-Rap
Spielzeit: 6:15
Release: 19.09.2008
Label: Polydor

Es mag sicherlich eine Handvoll Argumente dafür geben, die musikalischen Ergüsse des Ochsenknecht-Zöglings Jimi Blue anzuhören – allerdings würde sich jeder einzelne davon meiner Verständniskraft entziehen:

Wenn man sich die Single „Key To The City“ einmal, völlig vorurteilsfrei, nur vom Materiellen her ansieht, so fällt der sehr hohe Preis auf: Gut, es mag sich um eine „Premiumsingle“ mit beigelegtem „Megaposter“ handeln – aber für 2 Tracks, einmal die Radioversion des Titeltracks „Keys To The World“ und ein von Tai Jason angefertigter Remix, fast sieben Euro zu verlangen, während die Standardversion des Albums mit 14 Songs für gerade einmal etwas über das Doppelte (15 €) zu haben ist – das sieht wie dafür gemacht aus, arme, ahnungslose Teenager auszubeuten.

Und auch von der Musik her lohnt sich die Investition keineswegs: „Key To The City“, das komplett auf synthetischen Klängen inklusive einem eher armselig programmierten Drumcomputer, basiert, besteht weiterhin quasi nur aus einem Riff bzw. Lick – soweit man denn diese aus der handgemachten Musik stammenden Begriffe auf solches Quotengedudel ohne Charakter anwenden kann –, welches nur an wenigen Stellen etwas variiert wird.

Neben dieser Ausdruckslosigkeit der Musik ist es vor allem das Verhalten von Jimi Blue – auch im Video auffallend – welches zu denken gibt: Ein 16-jähriger Junge, der davon singt – respektive mit „Sprechgesang“ zum Ausdruck bringt –, dass er der Herr der Stadt ist und deshalb mit einer ultimativ coolen Gruppe aus Gesinnungs- bzw. Leidensgenossen durch die Straßen von selbiger ziehen und mit unzähligen minderjährigen Mädchen, die sich allesamt sofort in ihn verlieben, tanzen kann.

Der erwähnte Remix von Tai Jason, welcher vor Jimi Blues Song auch Tracks von Interpreten wie Sido, B-Tight und Fler „behandelte“, lässt den Song auch nicht wirklich in neuem Glanz erstrahlen: er wird lediglich mit weiteren digitalen Schlaginstrumenten und einem E-Piano bestückt.

Unterm Strich wäre der Kauf dieser Single reine Geldverbrennung: Nicht nur die Musik ist wenig aussagekräftig, um nicht zu sagen langweilig und schlecht – ich kann einen Kollegen mit „größter anzunehmender Notfall“ zitieren –, auch ist diese Musik und das Verhalten des Künstlers ein schlechter Einfluss für pubertierende Jugendliche: Bei Nachahmungsversuchen sind unnötige Konflikte mit Andersdenkenden sowie mit der älteren Generation vorprogrammiert.

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