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Jesus on Extasy: The Clock

Mit neuem Schwung nach ganz vorne
Wertung: 9.5/10
Genre: Gothic-Rock
Spielzeit:
Release: 08.10.2011
Label: FARSCAPE Records

Im Januar diesen Jahres verkündete Sänger Dorian seine Trennung von Jesus On Extasy und auch Keyboarderin Leandra Ophelia Dax hatte aufgrund von Verpflichtungen mit Apoptygma Berzerk nicht mehr die Zeit für die Band. Es sah so aus, als wäre das das Ende der Essener Gothic-Rocker, aber weit gefehlt: Im Herbst 2011 sind sie in neuer Besetzung und mit Sängerin Manja wieder voll da und veröffentlichen ihr Werk „The Clock“.


Ein Sängerwechsel ist immer eine Herausforderung für eine Band und der Wechsel von einer männlichen hin zu einer weiblichen Stimme eine besonders große. Aber schon der erste Track ist so herrlich Jesus On Extasy, dass sich die Frage, ob das der richtige Weg war, fortan nicht mehr stellt. „Freak Me Out“ beginnt mit der flüsternden, dann verzerrten Stimme Manjas und durch die absolut saubere Aufnahme und die kräftigen Gitarren im Hintergrund fühlt man sich direkt mittendrin. Ein starker Opener, für ein, wie sich zeigen wird, wirklich starkes Album.

Auch der zweite Song „Lost In Time“ zeigt eine starke Sängerin, die sauber alle Töne trifft, und zudem mit ihrer klaren Aussprache überzeugt. Der Track ist ruhiger als der Opener, aber dennoch keine Ballade. Über den Refrain transportieren Jesus On Extasy hier eine enorme Power.  Ein weiterer Anspieltipp ist Song Nummer vier: „Snow Of Syberia“ wurde mit Ski, dem Sänger von Beloved Enemy, aufgenommen und so entstand ein wunderschönes Duett zwischen der tiefen Tonlage Skis und der klaren Stimme Manjas. Der Song transportiert exakt das, was auch das Artwork des Covers aufzeigt: Umschlingende Kälte, die einen dennoch nicht frieren lässt, solange man von wunderschönen Lyrics und tollen Stimmen getröstet und gewärmt wird.

Der Titelsong „The Clock“ ist danach einer der schönsten auf dem Album, wenn es auch schwer fällt, überhaupt Songs zu finden, die nicht passen oder nicht gut sind. Jesus On Extasy zeigen Song um Song, dass die Trennung sie nicht zerstört hat. Im Gegenteil hier hören wir die Band von ihrer wohl stärksten Seite. Den rockigen Track „Vendetta“ möchte man dann auch am liebsten direkt live erleben dürfen.

Für jeden Goth-Rock-Fan gehört dieses Album defintiv auf die Einkaufsliste. „The Clock“ enthält eine gesunde Mischung aus ruhigen und kraftvollen Songs; außerdem ist eine Coverversion des bekannten Duran-Duran-Hits „Ordinary World“ enthalten. Den Sängerwechsel hat die Band jedenfalls problemlos verkraftet und an keiner Stelle des Albums fühlt man sich verraten - eher im Gegenteil: Was durch den Wechsel entstanden ist, ist gut und richtig und zeigt frische Energie mitten aus der Kulturhauptstadt 2010.

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