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Jesus And The Gurus: Blood, Sweat And Tears

Provokant, bitterböse, langweilig
Wertung: 3/10
Genre: Industrial/ Gothic
Spielzeit: 46:27
Release: 23.01.2008
Label: Black Rain Records

Wer in den vergangenen Jahren schon einmal über den Namen Jesus And The Gurus gestolpert ist, wird sich womöglich noch daran erinnerm, dass die Jungs aus der Schweiz stets für provokanten Stoff zu haben sind. Diverse Medien haben sich bereits eingehend mit der Band beschäftigt und ihr die wildesten Dinge vorgeworfen, meist natürlich furchtbar plakativ und alles andere als vorurteilsfrei. Doch wer die Band kennt, wird ebenfalls wissen, dass es genau das ist, was die drei Eidgenossen seit jeher erreichen wollen.

Nichtsdestotrotz: Musikalisch ist das Trio definitiv diskussionswürdig, da der brachiale Industrial-Sound und die finsteren, leicht vom Gothic-Stoff der frühen Neunziger geprägten Songs außer lyrischer Provokation nicht sonderlich viel zu bieten haben. Gruppen wie Laibach und Ministry werden vorab als Referenzen genannt, doch abgesehen von den bewusst flachen Beats und den abgestumpften Riff-Attacken sind die Parallelen zu diesen beiden Legenden eher marginal – vor allem weil das Maß an Abwechslung auf „Blood, Sweat And Tears“ enorm limitiert ist. Wer sich gerne mal über einen knappen Rhythmus-Break freut oder schlichtweg etwas mehr Leben in der Musik mag, wird sich nach einer Zeit umsehen müssen. Viel davon ist der Platte nämlich nicht geblieben.

Derweil ist auch das wiederkehrende Basis-Arrangement eher plump und langweilig. Abgedroschene, herausfordernde Lyrik trifft auf abgehackte Gitarren und dumpfen, teils auch leicht gegrunzten Gesang. Das mag anfangs ja wenigstens noch ein bisschen spannend sein, bricht aber schon nach drei Stücken kompromisslos ein, da die Kombination aus klinischer Instrumentierung und schwacher vokaler Performance im weiteren Verlauf von ‚anstrengend’ bis ‚kaum auszuhalten’ reicht. Dass Jesus And The Gurus eine gesteigerte Medienpräsenz erfahren, ist deswegen auch eher skandalös als nennenswert. Es ist eine Schande, dass eine kompositorisch nahezu nichts sagende Band mehr Aufmerksamkeit bekommt als das großflächig verteilte, echte Talent in dieser Szene. Kaufenswürdig also? Na, auf keinen Fall…!

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