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Jess And The Ancient Ones: Astral Sabbat

Macht Lust auf den zweiten Longplayer
Wertung: 8.5/10
Genre: Occult/Psychedelic Rock
Spielzeit: 24:23
Release: 22.02.2013
Label: Svart Records

Mit ihrem selbstbetitelten Debüt konnten Jess And The Ancient Ones im letzten Jahr mächtig für Furore sorgen – die Finnen machten damit klar, dass sie in der immer noch anhaltenden Okkult-Rock-Retrowelle was das musikalische Niveau angeht, unmittelbar hinter The Devil's Blood rangieren und nach der Auflösung der Holländer Anfang des Jahres nun der heißeste Kandidat auf die Inbesitznahme des Throns dieses Genres sind. Um dies zu untermauern, wurde nicht lange gefackelt, sondern nicht einmal ein Jahr später mit der EP „Astral Sabbat“ gleich die nächste Veröffentlichung nachgeschoben.

Um drei Stücke handelt es sich, die insgesamt auf eine Spielzeit von immerhin über 24 Minuten verteilt sind. Mehr als die Hälfte davon nimmt die finale Nummer „More Than Living“ ein, die somit auf den Spuren der großartigen Epen „Sulfur Giants“ und „Come Crimson Death“ wandelt, ihnen qualitativ glücklicherweise jedoch kaum nachsteht. Gerade mittels dieses Longtracks zeigt das Septett, dass es seinen eigenen Stil bereits jetzt etabliert hat. Die Rhythmen, die Art des Riffings und der Aufbau weisen gewisse Parallelen zu den beiden Zwölfminütern der Debüt-LP auf, doch läuft die Suomi-Truppe nicht etwa Gefahr, sich in ihrer noch so jungen Karriere bereits nur zu wiederholen. Zu stark sind erneut die Gesangslinien, die Melodien und die Arrangements geraten. Auch diesmal bleibt einem nichts anderes übrig, als nur den Hut vor der kompositorischen Reife zu ziehen – es ist nicht unbedingt schwer, Longtracks zu schreiben (die meisten Musiker erzählen ja stets, dass es viel schwieriger ist, ein effektives kurzes Stück zu verfassen), aber Longtracks zu schreiben, die schlüssig, spannend und nicht langweilig sind, das ist eine Kunst. Bei „More Than Living“ gibt es in jedem Fall nichts, woran man etwas kritisieren müsste.

Obwohl der dritte Track den spektakulärsten markiert, sollen die anderen beiden hier aber nicht unter den Teppich gekehrt werden. Der eröffnende Titelsong überzeugt mit seinem eingängigen Mainriff und dem sehr effektiven, bedrohlich-düsteren Chorus und das Ende, bei dem sich die Gitarreneffekte wie ein startender Truck anhören, ist an Coolness kaum zu überbieten. Dieser Gimmick leitet zum zweiten Stück „Long And Lonesome Road“ über, ein Cover der niederländischen Sechziger-/Siebziger-Formation Shocking Blue – vielen sicherlich vor allem durch ihren Megahit „Venus“ (1969) bekannt –, das sich nahtlos einfügt und stilistisch bestens passt.

Die Produktion von „Astral Sabbat“ ist wie schon die der Erstlingsscheibe angenehm rau gehalten (insbesondere der kratzige, geradezu widerborstig-drahtige Gitarrensound darf neben der erneut sehr charismatischen Stimme von Frontfrau Jess schon jetzt getrost als ein Markenzeichen der Band durchgehen, hat er doch etwas sehr Eigenes an sich) und ein weiterer Mittelfinger in Richtung sämtlicher lebloser Plastikproduktionen. Jess And The Ancient Ones können noch richtig groß werden und die Vorfreude auf einen neuen Full-length-Release ist zumindest beim Rezensenten durch diese starke Veröffentlichung und gerade nach dem bedauerlichen und überraschenden Abgang von The Devil's Blood umso mehr gestiegen.

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