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Jenny Hooker: Hooker Rock

Viel Wirbel um nicht viel Brauchbares
Wertung: 5,5/10
Genre: Stoner Rock / Heavy Rock
Spielzeit: 45:53
Release: 31.05.2013
Label: Broken Valve Music

Wenn Jenny Hooker mit ihrem Debüt schon mal eines geschafft haben, dann ist es die Fähigkeit, fernab von jedweden Konventionen einen eigenen Sound zu etablieren, der ganz entfernt an Danzig und so manchen Stoner-Act erinnert, darüber hinaus aber auch Elemente aus Punk, Thrash, Southern Rock und völlig traditionellem Stoff beinhaltet. Doch Eigenständigkeit bedeutet in diesem Fall auch Eigenwilligkeit und auf lange Sicht auch Einspurigkeit - und dies auch unter Berücksichtigung der teils doch recht vielfältigen Ansätze, die das junge Quartett aus München auf dem gerade herausgegebenen Debüt verfolgt.

"Hooker Rock" soll laut eigener Aussage die Schnittmenge von Anthrax, Down und den Queens Of The Stone Age sein, was in der Summe vielleicht insofern zutrifft, dass man in ähnlichen Genres herumwildert und hier und dort sicherlich auch eine minimale Parallele eröffnet, insgesamt aber nicht der exakte Stilmix ist, den die Band in den 14 Stücken zusammengebastelt hat. Es ist schwer zu greifen, passt in keine Schublade, entfacht aber auch keine Begeisterungsstürme, weil den Songs nicht viel anhaftet, was sich auf Anhieb greifen ließe. Lediglich die Gitarren entfachen eine Menge Power, klotzen mit einigen angenehmen Riffs und befinden sich gelegentlich auf einer Stufe mit Acts wie Clutch und der einen oder anderen Wino-Truppe. Aber das Songwriting gibt zur gleichen Zeit einfach nicht so viel Brauchbares her, als dass "Hooker Rock" davon direkt profitieren könnte.

Was fehlt, sind Hooklines, hier und dort mal eine Melodie zwischen den Gitarrenwänden, eine effizientere Nutzung des manchmal nicht gerade niedrigen Energielevels und zuletzt auch ein paar Nummern mit flotterem Wiedererkennungswert. Gerade Letztere hat "Hooker Rock" kaum zu bieten, was bei mehr als einem Dutzend neuer Stücke schon (im negativen Sinne) bemerkenswert ist. Am Ende weiß man einfach nicht allzu viel mit dem anzufangen, was die Bajuwaren auf ihrem Debüt vorstellen. Selbst das klischeebehaftete Titelbild mit der leicht bekleideten Dame tut da kaum noch etwas zur Sache: Jenny Hooker haben ihren Weg noch nicht gefunden, definitiv aber die handwerklichen Qualitäten, sich noch eindeutig zu verbessern. "Hooker Rock" ist aber leider nicht mehr als ein durchschnittliches, weil ziellos eingespieltes Werk.

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