Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

JBO: Headbangboing

Die rosa Spaßfraktion ist wieder da !
Wertung: 8/10
Genre: Fun-Metal
Spielzeit: 49:13
Release: 28.09.2007
Label: Megapress

Drei Jahre sind mittlerweile seit dem letzten Output “United States of Bloedsinn” ins Land gezogen. Doch nun melden sich die rosa Erlanger Mannen um Vito C. und Hannes "G. Laber" Holzmann mit einem Paukenschlag in Form des nunmehr siebten Studioalbums zurück.  „Head Bang Boing“ nennt sich das Ganze und versucht erneut wahlweise die Zwerchfelle des geneigten Hörers zu malträtieren oder aber nur ein verständnisloses Kopfschütteln hervorzurufen. Bereits vorab lässt sich sagen, dass „Head Bang Boing“ nicht ganz in die Fußstapfen seiner hervorragenden Vorgänger (allen voran die beiden Erstlingswerke „Explizite Lyrik“ und „laut!“) treten kann.

Begrüßt wird der Hörer mit einer Art „Intro“, wie wir es bereits vom Vorgänger kennen. Die Humoreske „Inhaltsangabe“ gibt uns bereits einen kleinen Einblick in das „Head Bang Boing“ - Universum und was uns die gut nächsten 50 Minuten Spielzeit erwarten mag: Ein bissel Blues, eine Priese Reggae und ganz viel Rock ´n´Roll.

Nach dem hoffnungsverheißenden Intro geht es lechzend vorwärts. Doch oh weh, der Opener „Head Bang Boing“ ist in keinster Weise würdig, dem Album seinen Namen schenken zu dürfen. Sowohl in textlicher als auch musikalischer Hinsicht wirkt die „Bongo Bong“-Verlade durchweg unspektakulär und uninspiriert.

Im Laufe ihres musikalischen Schaffens ist die rosa Spaßfraktion immer mehr dazu übergegangen, eigene Kompositionen auf ihre Silberlinge zu bannen, welche in der Regel qualitativ den überaus lustigen Coverversionen, für welche sie berühmt-berüchtigt sind, hinterher hinken. So schreitet man in dieser Hinsicht wieder „back to the roots“. Auf „Head Bang Boing“ finden sich wieder vermehrt Coverversionen bekannter „Stimmungshits“ aus dem Rock und Pop Genre, deren Texte auf amüsante Art und Weise abgewandelt wurden.

In dieser Hinsicht sticht besonders der Track „Oaaargh!“ hervor, welcher das unsägliche, überaus nervige Wir sind Helden-Stück „Nur ein Wort“ auf die Schippe nimmt. In bester “Judith Holofernes”-Manier imitiert Vito ihre nervig-penetrante Stimme, während er inhaltlich die öde, stereotype Radiolandschaft in Deutschland an den Pranger stellt. Dabei wird der weichgespülte, seichte Charakter des Original-Songs ausnahmsweise beibehalten, was dem Song jedoch zugute kommt, da so der krasse Kontrast zwischen den musikalischen Wutausbrüchen im Refrain gut zur Geltung kommt. Ein Song, welcher dem ausgehungerten Metaller wohl deutlich aus der Seele sprechen wird.

Auch hervorzuheben ist der Song „Raining Blood“, bei welchem ich aus dem Wiehern nicht mehr herauskam. Als textliche Grundlage stand, wie sollte es anders sein, die gleichnamige Slayer Trash Metal-Hymne Pate, welche jedoch an das melodische Gewand von „It´s raining Men“ gepresst wurde. Einfach nur geil und live bestimmt ein Brüller.

Weniger spannend und von unlustigen Flachwitzen nur so strotzend gibt sich das Stück „Osama“ (im Original Rosanna von Toto). Eine eher platte Polit-Satire, welche dem Hörer zwar den ein oder anderen Schmunzler entlocken kann, mehr aber auch nicht.

Mit den beiden Eigenkreationen „Bejonze“ und „misanthropology“ neigt sich das Album jedoch einem grandiosem Finale zu. Vor allem bei letzterem dürften eingeschworene Fans in Träumen an selige „laut!“-Zeiten dahin schwelgen.

Fazit: Nach der recht guten „Rock Muzik“-EP aus dem Jahre 2006 ging ich mit recht hohen Erwartungen an „Head Bang Boing“ heran, welche zum größten Teil auch erfüllt wurden. Dass J.B.O auch durchaus eigene Kompositionen in petto haben, welche sich gleichwertig neben den Covern einreihen können, haben sie durchaus bewiesen. Warum dann aber auch Totalausfälle wie z.B. „Osama“ oder aber der Titeltrack existieren, weiß der Geier. Sowas trübt den exzellenten Ersteindruck und lässt einen äußerst faden Beigeschmack zurück. Nichtsdestotrotz ein grundsolides Album, welches man sich mit gutem Gewissen in den Plattenschrank stellen kann.

comments powered by Disqus

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna