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J.B.O.: Happy Metal Thunder

Das erste internationale J.B.O.-Album
Wertung: 9/10
Genre: Fun Metal
Spielzeit: 58:32
Release: 07.10.2011
Label: Megapress/Soulfood

Der Veröffentlichungswahn scheint im Hause J.B.O. ausgebrochen zu sein. Erst vor zwei Monaten erschien das neueste Werk "Killeralbum", das auf Platz 3 in den Charts stieg, wobei sich die Begeisterung der Fans und der Presse in Grenzen hielt, und schon im Dezember wird die Biographie der Band erscheinen. Zwischendurch wird dann noch eben mal "Happy Metal Thunder" aufgenommen, das erste internationale J.B.O.-Album. Die vier Bayern wagen somit nach 22 erfolgreichen Jahren im Heimatland erstmals den Schritt in internationale Gefilde.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf englischsprachigen Texten. Die Lieder wurden überwiegend von alten Alben übernommen und in der neuen Sprache eingesungen. Außer den Lyrics ist bei den Liedern natürlich alles beim Alten belassen worden. So finden sich auf dem Album Klassiker wie "Head Bang Boing", "Pabbarotti & Friends: Roots Bloody Roots" oder "Let's Have A Party". Die Tracks sind dabei gut ausgewählt, die meisten sind Lieder, die jedem Fan geläufig sind, aber auch die Songs, die weniger bekannt sind (zB. das "Ace Of Spades"-Acoustic-Cover), passen gut ins Konzept.

Die einzige Frage, die sich bezüglich der Songauswahl aufwirft, ist, warum "War Of The Worlds" auf der Platte ist. Der Track ist eine reine Spielerei aus Soundeffekten und Instrumentalem und hätte eindeutig durch J.B.O.-Klassiker wie "Verteidiger des Wahren Blödsinn", "Bolle" oder "Ich Möcht So Gerne Metal Hör´n" ersetzt werden können, die es leider nicht auf die CD geschafft haben. Über die Qualität braucht man hier nicht viele Worte verlieren: Die Band zeigt sich nach wie vor dynamisch und ist mit einer Menge Spaß bei der Sache. Mal ein spaßiger Song, dann eine etwa melancholischere Ballade und hin und wieder eine Ode an alte Idole, und dann wieder ein Song zum Feiern - so wie man es von der Band gewohnt ist. Die Produktion ist, wie auch sonst, gut gelungen und überzeugt mit kräftigen Bässen und einem druckvollen Sound.

Neben den neu interpretierten Songs finden sich aber auch die beiden neuen Stücke „Long live Metallica“ und das Cover „Another Brick In The Wall“. Bei Ersterem werden die Leute getadelt, die immerzu den alten Tagen nachtrauern und die musikalische Laufbahn der Band beklagen. Die früheren Metallica gäbe es eben nicht mehr, doch die Band macht ja weiter („Metallica is dead – long live Metallica!“) und wenn jemand doch die alten Metallica hören will, soll er eben „Master Of Puppets“ auflegen. („You want the past – you have it!“). Die Coverversion des Klassikers von Pink Floyd fällt allerdings nicht besonders aus, was vor allem an der nervigen Stimme von Kevin Burger liegt, auch wenn der Mittelteil mit Solo sehr schön dem Original nachempfunden ist.

Davon abgesehen haben die Recken von J.B.O. ein solides Album abgeliefert, um den internationalen Markt zu erobern. Bei den umgeschriebenen Texten hapert es manchmal ein wenig an der Umsetzung, ansonsten ist die Scheibe natürlich hörenswert. Alteingesessene Fans werden hier selbstverständlich keine Überraschung erfahren, es ist aber genauso so amüsant wie interessant, alte Lieblinge wie "Gänseblümchen" nun als "Daisy Flowers" zu hören und wer dem nicht ganz so ernsten Stil der Band nicht schon vorher abgeneigt war, kann mit der Scheibe nichts falsch machen.

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