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Jan Dorn: Neuzeitmärchen

Sie behalten konsequent ihren Stil „Dunkle Deutsche Härte“ bei
Wertung: 7.5/10
Genre: Dunkle Deutsche Härte
Spielzeit: 22:23
Release: 30.11.2007
Label: Eigenproduktion

Das Nachfolgeprojekt der Melancholic Metal-Band Dark Age, die auf das Pseudonym Jan Dorn getauft wurde und bei den Rezensenten dank der typisch liebevoll gestalteten Bewerbungsmappe einen gewissen Kult-Status erreicht hat (mehr dazu findet ihr in unserem ersten Review zu Jan Dorn: „…unter den Nadelbäumen“  Klick!) , hat nun, zwei Jahre nach der Auferstehung aus den Ruinen, eine zweite Schöpfung vollendet: Neuzeitmärchen! Doch märchenhaft sind die von Jan Dorn behandelten Themen keineswegs, so werden Themenbereiche aufgearbeitet, um die viele Bands einen großen Bogen machen und ebenso gibt’s es noch lange nicht in jedem Song ein Happy End.

Das erste Märchen mit dem Fabel-haften Titel „Goldfisch“ beginnt mit eingängigen Riffs und tragenden Flächensounds der neu hinzugestoßenen Keyboarderin „Debo“. Da ich noch die Klänge der ersten CD Jan Dorns in den Gehörgängen hatte, wurde ich umso mehr überrascht, als die neue CD startete – produktionstechnisch kann die Band im Vergleich zu den älteren Songs eine enorme Verbesserung aufweisen: Die Riffs klingen deutlicher und gradliniger, die Double-Bass im Refrain wirkt um einiges kraftvoller.

Der einzige englische Song „Falling Aeroplane“ ist eine interessante Alternative, die durch die melodischere Sprache glänzt. Hier handelt es sich um einen gut für Liveauftritte geeigneten Song, da man den Refrain beinahe schon beim ersten Hören mitgröhlen kann.

Der Song „Soldat“ war bereits unter dem Titel „Musik“ auf der Demo-CD „…unter den Nadelbäumen“ enthalten (es gab eine Promo-CD mit 5 Liedern, man konnte aber bei der Band auch eine Demo-CD mit dem gleichen Titel und 12 Songs bestellen), sodass man hier ganz genau die qualitativen Unterschiede wahrnimmt. Eher balladesk gehalten geht man hier ruhiger und harmonischer zu Werke, bis am Ende, gewissermaßen als Abschluss, eine wunderschöne Bridge kommt.

Der bereits auf der ersten Promo-CD enthaltene Song „7 Teller Pech“ (allerdings nicht auf der Demo enthalten) ist - melodisch gesehen – nicht gerade genial, doch die Aussage ist es. Sehr reich an Metaphern trägt der Sänger sein Werk vor, im Refrain wird sogar geschrien, um die Aussage zu unterstreichen.

Der „Pawlowsche Hund“ ist lyrisch gesehen eine Meisterleistung, denn es wird eine clevere Brücke geschlagen zwischen zwei an sich unterschiedlichen Themen (zum Verständnis sollte man den Hintergrund des Pawlowschen Hundes kennen).

Der letzte Song „…ins Maul“ war ebenfalls bereits auf der Demo-CD unter dem Titel „Schwarze Flagge“ und weist erneut eine um Längen bessere Produktion auf – auch wurde der Song neu (und erfolgreicher) eingesungen!

Fazit: Jan Dorn haben sich produktionstechnisch sehr gesteigert und behalten konsequent ihren Stil „Dunkle Deutsche Härte“ bei – musikalisch gibt es keine große Veränderung. Einzig schade ist, dass der wirklich große Kracher wie beispielsweise „…unter den Nadelbäumen“, „Prinz Und Riese“ oder „Blutregen“ auf dieser CD fehlt – aber vielleicht nehmen Jan Dorn diese Songs auch noch neu auf – lohnen würde es sich bestimmt!

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