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James LaBrie: I Will Not Break

Bedingt relevant
keine Wertung
Genre: Progressive/ Melodic Death Metal
Spielzeit: 38:05
Release: 03.01.2014
Label: InsideOut

Nach dem gutklassigen und recht erfolgreichen Album „Impermanent Resonance“ (in Deutschland immerhin Platz 48 in den Charts) legt Dream Theater-Barde James LaBrie mit der EP „I Will Not Break“ (dem finalen Song auf der Full-Length) nur wenige Monate später nach. Die Scheibe wird von der Plattenfirma vor allem wegen des kostengünstigen Preises bei 38 Minuten Spielzeit angepriesen – allerdings sei zu bedenken, dass die Kurzrille lediglich digital zu erwerben ist. Dennoch wird einem in dem Falle tatsächlich nicht viel Knete aus dem Kreuz geleiert, wobei de facto keine neuen Stücke dabei sind.

Der Titeltrack und Opener ist zumindest all jenen ein Begriff, die sich die Standardversion von James’ letztem Alleingang zugelegt haben (eine solide, moderne Nummer mit Ohrwurmpotential, wie sie für LaBries Solokarriere in den letzten Jahren typisch ist, nicht schlecht, aber auch nicht das beste Lied des 2013er Werks), und auch die beiden folgenden Stücke „Unraveling“ und „Why“ kennen  zumindest diejenigen, die sich die limitierte Edition von „Impermanent Resonance“ geangelt haben. Erstgenanntes besitzt durch das Wechselspiel zwischen Akustikgitarren und verzerrten Passagen viel Dynamik und hat gegenüber letzterem, das ein wenig wie „Göteborg light“ wirkt, klar die Nase vorn.

Außerdem enthalten sind ein alternativer Mix zur Abschlussschmonzette „Coming Home“ vom „Impermanent Resonance“-Vorgänger „Static Impulse“ von 2010, der mit etwas weniger Keyboardbombast daherkommt und eher die Akustikgitarre featuret, sowie zwei Demoversionen der ebenfalls auf „Static Impulse“ zu findenden Songs „Jekyll Or Hyde“ und „Just Watch Me“, bei denen Keyboarder und James’ Songwriting-Partner Matt Guillory am Mikro zu hören ist. Diese drei Tracks sind allerdings ebenfalls schon zuvor auf Tonträgern erschienen, wurden sie doch als Bonustracks der europäischen bzw. japanischen Limited Edition von „Static Impulse“ verwurstet.

Die einzigen wirklich „previously unreleased“ Nummern sind die letzten drei und bei denen werden Puristen garantiert die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – schließlich hat der Dream-Theater-Sänger es hier doch tatsächlich gewagt, Dubstep/Electro-Remixes der drei „Static Impulse“-Stücke „I Tried“, „Over The Edge“ und „Euphoric“ anfertigen zu lassen. Natürlich kann man sich da immer nach dem Sinn fragen, da der gemeine Metalfan Computer-erzeugten Klängen doch meist eher ablehnend gegenübersteht, aber vor allem beim bereits im Original fast tanzbaren „I Tried“ macht sich die Dubstep-Variante ohne Scheiß gar nicht so übel. Cradle Of Filth beispielsweise haben seinerzeit für ihre Techno-Alternativ-Versionen auf „From The Cradle To Enslave“ auch ganz schön aufs Maul gekriegt, aber man sollte sich da mal entspannen und nicht gleich den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören – wem’s nicht gefällt, der kann ja einfach abschalten, sind schließlich eh die letzten Tracks auf der EP.

Klar ist: Wer bereits die limitierten Editionen der letzten beiden LaBrie-Alben besitzt, braucht diese EP hier nullkommanull – es sei denn, er/sie hört sich auch ganz gerne mal Dubstep-Remixe von Songs verehrter Metalheroen an. Ansonsten hat die Welt sicherlich nicht unbedingt sehnsüchtig auf diesen Release gewartet, dennoch ist „I Will Not Break“ eine ganz okaye Complilation für all jene, die sich lediglich die Standardversionen dieser Platten zugelegt haben, zumal sie wie eingangs erwähnt recht günstig zu haben ist.

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