Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Jaked Off Shorts And Loaded Heads: Feeding The Future

Was geschah mit Jason Zimbler?
Wertung: 4.5/10
Genre: Industrial Weirdo Core
Spielzeit: 46:6
Release: 01.04.2008
Label: Eigenproduktion

Vorgaben und Regeln sind dazu da, um missachtet und ignoriert zu werden. In kaum einer Musikrichtung ist das zutreffender als im Grindcore. Aus dieser Richtung wurde uns schon Musik um die Ohren geblasen, gegen die auch die Vorzeige- Soundtüftler System Of A Down geradezu bieder und angepasst wirken. Die Band, um die es hier gehen soll, trägt den klangvollen Namen Jacked Off Shorts And Loaded Heads und nennt ihren auf „Feeding The Future“ gespielten Stil „Industrial Weirdo Core“, was als Bezeichnung im Prinzip so gut ist wie jede andere.

Es ist bei Bands, die derart experimentell vorgehen, wie die Jungs aus Bad Kissingen, immer schwer, die Musik adäquat zu beschreiben. Da wird teilweise derbe gebrüllt, nur um dann direkt in eine Art Sprechgesang zu verfallen. Im Hintergrund wird ein Teppich aus brutalem Riffing und seltsamen Funk Einsprengseln gewoben, der Genrefremden vor eine harte Geduldsprobe stellt. Auffallend ist aber, dass die Band (nein, ich schreibe den Bandnamen nicht immer wieder) nicht ganz so wüst zu Werke geht, wie viele ihrer Kollegen. „Epileptic“ beispielsweise bemüht sich hörbar um eine Struktur, was auch einigermaßen funktioniert.

Ebenso wird bei „Worst Episode Ever“ verfahren, dessen instrumentale, ruhige Stellen zu überzeugen wissen. Die zwischenzeitlichen Hass-Eruptionen machen aber immer wieder deutlich, in welchem Genre wir uns hier befinden. Denn eines muss man „Feeding The Future“ lassen: Es gibt viel zu entdecken. Das grandios betitelte „How Jason Zimblers Stomach Was Collapsing“ klingt wie die Red Hot Chilli Peppers am Morgen nach mindestens drei Flaschen Whiskey und mehreren Tüten zuviel. „Vokuhila Deathtrap“ (ein ebenso großartiger Name) ist als elektronisch angehauchte Heiß/Kalt Dusche einfach nur als „wahnsinnig“ zu bezeichnen. Und das völlig schräge „Level Neurotica“.... na ja, es ist einfach da.

Fazit: Die Bewertung ist rein subjektiv! Es kann durchaus sein, dass sich viele Leute finden, die diesen völlig durchgeknallten Industrial/ Metal/ Sprechpassagen/ Geräusch Bastard als erstklassig bezeichnen. Ich persönlich kann damit rein gar nichts anfangen, da ich JOSALH spätestens nach zwei Songs unglaublich anstrengend finde. Aber Humor haben die Jungs, das merkt selbst ein Kostverächter wie meine Wenigkeit. Denn immerhin hat die Band mit einem Klebestreifen einen Schnipsel (aus der Bravo?!?) an der Promo CD befestigt, der den Rezensenten wissen lässt: „Auch Jungen finden es erregend, wenn sie an den Brustwarzen liebkost und geküsst werden.“ .....Schön, dass wir da mal drüber geredet haben.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna