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Jake Porn: Something Different

Nicht immer ist das drin, was draufsteht
Wertung: 7.5/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 36:17
Release: 07.09.2009
Label: STF-Records

Nicht immer ist auch das drin, was draufsteht. So auch beim Album „Something Different“ der deutschen Band Jake Porn. Das Label stellt die These "Jake Porn = Pornrock" auf, was von außen wohl so scheinen mag. Hört man jedoch mal in das Werk hinein, so wird man bald feststellen, dass da im Prinzip nur eine Mischung aus Alternative Rock, Nu Metal und Anleihen von Groove, Hardcore und Punk zu finden ist. Also eine vollkommen andere Baustelle, oder einfach nur „Something Different“, wie es der Albumtitel schon verspricht.

Die Mannen von Jake Porn lassen zumindest zu Beginn nichts anbrennen, der Hörer wird erst einmal vollkommen überrollt. Sehr rockige Riffs zu flottem Drumming und gehetztem Gesang. So tönt der Opener „Rollercoaster“ aus den Boxen. Diesen kann man stellvertretend für fast alle Uptempo-Nummern des Longplayers nehmen. Die Drums sind sehr druckvoll, während die Gitarren ohne Rücksicht auf Verluste ein Riff nach dem nächsten zum Besten geben. Durch den schnellen Rhythmus und den nicht so flüssigen, harten, stellenweise sogar Hardcore-ähnlichen Gesang wirken diese Tracks sehr unruhig.

Jedoch hat man die Balladen-Fraktion nicht vollkommen außer Acht gelassen. Zwar ist „My Decision“ eher als Halbballade zu bezeichnen, steigert man sich doch nach einem ruhigen Intro stark in weitaus rockigere Gefilde. Dafür ist der Bonustrack „Many Things“ weitaus balladesker ausgefallen. Neben Akustikgitarre und Keyboardklängen findet auch der Gesang den Weg in harmonischere Gefilde. Fraglich bleibt nur, warum man dieses Stück zum Bonustrack deklariert hat, ist „Many Things“ doch eines der qualitativ hochwertigeren Stücke des Albums.

Eine angenehme Mischung bietet dagegen der Midtempo-Bereich. Zwar geht es stets noch sehr rhythmisch und rockig zur Sache, jedoch findet man eher mal den Weg in melodische Gefilde. Hierzu zählen vor allem das dunkle „Flame“, das etwas flottere „Melt Ya Ice Down“, sowie „Surround Me“. Letzteres kann vor allem durch sein Wechselspiel von tiefen Gitarrenklängen und cleanen Vocals punkten.

Soundtechnisch ist meist alles im grünen Bereich. Manchmal sind die Drums oder die Gitarre ein wenig zu weit in den Vordergrund gerückt, wie man es kurzweilig bei „Partyzone“ oder „Don‘t Fall“ erleben kann. Einzig größeres Manko ist der recht blecherne Schlagzeug-Sound bei „Save Me“.

Alles ins allem haben Jake Porn hier einen guten Job gemacht. Vor allem die Refrains und die nicht ganz so schnellen Songs können punkten. Handwerklich ist alles im grünen Bereich, nur allzu innovativ ist das hier gehörte nicht. Man deutet zwar ab und zu mal einige Sachen an, die mal etwas aus dieser typischen Soundmischung ausbrechen würden, jedoch ist man dabei nicht konsequent genug. Jake Porn bieten mit „Something Different“ zwar nichts wirklich anderes, aber ein gutes Album. An manchen Elementen müsste man noch etwas feilen und einfach mal etwas mehr Mut zum Risiko, zur Kreativität haben. Mal sehen, wie die Entwicklung weitergeht.

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