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Ivanhoe: Lifeline

Leicht modernisierte Fassung des alten Bandsounds
Wertung: 7.5/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 51:39
Release: 26.09.2008
Label: Silverwolf Productions

Ivanhoe – beim Gedanken an die Wunderwerke, die der deutsche Prog-Metal-Ac in den Neunzigern vollbrachte, dürften so manchem Genre-Fanatiker vor Ehrfurcht die Knie schlottern. Allerdings fanden die Abenteuer der ritterlichen Combo zum Ende des Jahrzehnts ein eher unschönes Ende. Andy B. Franck verließ die Band – nicht gerade in besten Absichten – und heuerte bei Symphorce und später auch bei Brainstorm an. Er Rest ist Geschichte: Ivanhoe suchten vergeblich nach einem passenden Nachfolger, während ihr einstiger Frontmann einen radikalen Aufstieg feiern konnte. Überraschenderweise rettete die Band ihr Vermächtnis dann doch noch und veröffentlichte 2005, acht Jahre nach dem vermeintlichen Split, eine Art Comeback-Album namens „Walk In Mindfields“, das aber von Fans der ersten Stunde wegen seiner zerfahrenen Arrangements und der ungeliebten Kurskorrektur schnell zerrissen wurde. Weitere drei Jahre später folgt nun ein weiteres, womöglich letztes Aufbäumen unter dem Titel „Lifeline“. Ivanhoe gehen tatsächlich wieder einen deutlichen Schritt zurück zu ihren musikalischen Anfängen – und siehe da: Es geht doch!

Schon die ersten Tracks des neuen Albums bringen wieder die populäre Nähe zur ersten Dream Theater-Phase zurück, wenngleich die ‚neuen’ Ivanhoe sich ihre Eigenständigkeit alleine schon durch den teils recht rockigen Gitarrensound bewahren. Insbesondere die härteren Nummern entwickeln in Punkto Bandsound ein gewisses Eigenleben, dessen Eigenheiten der Band wieder ihre Individualität in der Szene einbringt, wenn auch auf andere Art und Weise als noch in der vergangenen Dekade. Überdies arbeitet man wieder verstärkt mit sphärischen Elementen, insbesondere in verhaltenen Tracks wie ‚Schizophrenic’ und ‚Angels Hologram’, die sich durch ihre verschachtelten Arrangements ganz schnell zu zwei Höhepunkten der neuen Scheibe mausern.

Unterdessen lassen es Ivanhoe bisweilen richtig krachen. Rifftechnich behilft man sich ausgerechnet in Welten, die derzeit von Gruppen wie eben Brainstorm beherrscht werden, bemerkbar in Stücken wie ‚Lifeline’ und ‚Finally’. Allerdings sind es genau diese straighteren Stücke, die der Band nicht so gut zu Gesicht stehen und den eigentlich anständigen Gesamteindruck von „Lifeline“ ein wenig verzerren. Stark sind die Ritterlichen nämlich in erster Linie dann, wenn symphonische Elemente Einzug in die Kompositionen halten und sich viele Details in den Arrangements verpacken lassen. Songs wie ‚Time Machine’ oder ‚Mad Power’ wissen hier Akzente zu setzen, die man von Ivanhoe in dieser Form nicht mehr erwartet hätte, deren Präsenz aber gerade deshalb umso erfreulicher ist.

Dennoch ist „Lifeline“ schlussendlich kein adäquater Nachfolger zu „Polarized“. Die Band und ihr Sound haben sich merklich verändert, und die einst so herausragenden Charakteristika sind durch diese Entwicklung ein ganzes Stückweit verzerrt worden. Dies ändert sicher nichts an der Tatsache, dass „Lifeline“ ein sehr ordentliches Prog-Metal-Werk geworden ist. Aber es reiht sich nicht in die Riege der bandeigenen Meisterstücke aus den Neunzigern ein.

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