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Issues: Beautiful Oblivion

Am Ende überwiegt die Ratlosigkeit
Wertung: 6,5/10
Genre: Rock / R&B
Spielzeit: 46:17
Release: 04.10.2019
Label: Rise Records

2012 gegründet, können Issues durchaus schon auf eine bewegte Bandbiografie zurückblicken: Hervorgegangen aus Woe, Is Me, von denen sich gleich vier Bandmitglieder zum neuen Projekt zusammentaten, verließen zwei der Musiker noch vor der ersten EP wieder die Band. Vor gut einem Jahr trennte sich der Metalcore/R&B-Vierer nun wiederum von Screamer und Gründungsmitglied Michael Bohn, welcher nunmehr in WildHeart seine neue musikalische Heimat gefunden zu haben scheint. Nichtsdestotrotz kann die Diskografie bereits zwei Longplayer verzeichnen, mit „Beautiful Oblivion“ steht somit das dritte Werk der Herren aus Atlanta bereit.

Nun hinterlassen Abgänge von Bandmitgliedern doch recht häufig Spuren in der musikalischen Ausrichtung, so auch beim neuen Werk der Amis. Wobei man hier sicher voranstellen muss, dass die grundsätzliche Mischung aus Metalcore, R&B und Pop weiterhin erhalten bleibt, sich allerdings gegenüber dem Vorgänger "Headspace" eine stärkere Verschiebung in Richtung Pop-Elementen vermerken lässt. Schon der Einstieg mit „Here's To You” zeigt sich etwas verwobener, der anfängliche poppige Sound geht zügig eine Paarung mit kräftigen Gitarren-Riffs ein und wirkt durchaus ansprechend, kann aber letztlich noch nicht komplett überzeugen. Ähnlich ergeht es mit dem direkt folgenden „Drink About It“, welches vom positiven Ansatz mit ein paar Dissonanzen zu spielen zwar wirklich gelungen ist, allerdings die Spannung nicht komplett halten kann.

Überzeugender sieht man Issues hingegen bei Stücken, die Gewohntes zu Ohren bringen. Da steht schon mal ganz klar „Find Forever“ an vorderster Stelle, welches eine gelungene Symbiose aus Gitarrenrock und R&B darstellt. Auch das treibende „Rain“ und das mit starken Gitarrensequenzen startende „Tapping Out“ können sich hier genauso einreihen und bringen direkt das Thema Gesang auf. Denn hat man anfangs Befürchtungen, dass der Abgang von Bohn tiefere Spuren hinterlässt, darf man diese Ängste zügig abschütteln. Tyler Carter erweist sich als ungemein variabler Sänger, der vor allem in den höheren Bereichen erstaunlich abliefern kann. Gerade bei „Second Best“ legt er immer wieder kleinere Sprints ein, die dem eh schon dynamischen und mit Kinder-Chorus unterlegten Titel den letzten Kick geben.

Zum Abschluss sollte man noch auf die die Piano-getragene Ballade „Your Sake“ hinweisen, die völlig auf den Punkt gebracht wurde und eine gelungene Abwechslung zu den restlichen Stücken bietet. Letztlich sind es aber eben diese restlichen Songs, die den Hörer etwas ratlos zurücklassen. Das Ganze ist nicht wirklich greifbar, hier ein paar knallige Gitarren, da etwas R&B und zu guter Letzt noch ein paar Elektroeinflüsse eingebettet in eine weiche Popstruktur. Selbst wenn man nicht davon reden kann, dass „Beautiful Oblivion“ schlecht wäre, muss man trotzdem festhalten, dass die Scheibe zu oft entgleitet und es schwer fällt, dem neuen Sound zu folgen.

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