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Island: Enigma Of The Stars

Erneut starker Release aus dem Hause Zeitgeister - wenn auch diesmal nur in EP-Länge
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Metal / Ambient
Spielzeit: 24:00
Release: 06.09.2010
Label: Zeitgeister Music

Erst Anfang des Jahres veröffentlichten Island einen schlicht mit dem eigenen Bandnamen versehenen Longplayer – laut Info das Debütalbum, obwohl dem 2008 bereits die ebenfalls mit Albumlänge versehene CD „Orakel“ vorausging, welche zugegebermaßen allerdings wohl eher eine Zusammenfassung voriger Outputs war. Auf „Island“ spielten die Bonner hauptsächlich atmosphärische Musik irgendwo zwischen Prog, Jazzsounds und Post Rock, während man auf „Orakel“ deutlich mehr herumexperimentierte und teilweise auch um einiges heftiger zu Werke ging.

Fans, die die Metalelemente zuletzt vermissten, können sich nun darüber freuen, dass Island auf der neuen EP „Enigma Of The Stars“ wieder ein bisschen mehr an Härte zulegen, wie die Truppe es allerdings auch schon beim Release des letzten Albums ankündigte. Dass sie dies schon damals wusste, hängt schlicht und ergreifend damit zusammen, dass die hier enthaltenen vier Songs aus derselben Aufnahme-Session stammen wie das Material auf „Island“, nur war man der Meinung, die Scheibe mit noch weiterem Material zu sehr zu überladen, daher werden diese Tracks nun seperat herausgebracht.

Dies ist wegen des zumindest teilweise wieder stärker vorhandenen Härtegrads sicherlich nachvollziehbar; der Opener „Storm Guardian“ jedenfalls zeigt, dass man durchaus wieder in eine Riff-orientiertere und düsterere Richtung geht als bei „Islands“, und auch der sich nach und nach steigernde Titelsong schlägt phasenweise in diese Kerbe. Zwar handelt es sich hier nicht wirklich um Death oder Black Metal, aber ein Unterschied zum im Februar erschienenen Album ist schon herauszuhören, und das nicht nur, weil die Stücke auf „Enigma Of The Stars“ kürzer gehalten sind.

Doch die Kunst liegt bekanntermaßen darin, trotz Veränderungen in der Musik seinen eigenen Stil beizubehalten und das gelingt Island nach wie vor mühelos. So sind auch auf der neuen Platte wieder verträumte Akustiksequenzen zu hören – das wunderschöne „Solitary Nights“ ist sogar komplett akustisch und ohne Schlagzeug gehalten und hätte so auch ohne Schwierigkeiten auf „Island“ stehen können –, und die schon auf der vorigen Scheibe verwendeten, dezent eingesetzten Bläser kommen auch hier wieder in effektiver Manier zum Zuge („Apex“), ebenso wie Percussions in „Storm Guardian“.

Es bleibt als Fazit nur wieder festzuhalten, dass Zeitgeister-Releases wie Weihnachten oder Geburtstag sind: Man kann sich jedes Mal über Geschenke freuen, denn bei diesem Label wird nur Qualität veröffentlicht. Schön ist, dass es noch Plattenfirmen gibt, die lieber Klasse statt Masse publizieren, anstatt sich dem Veröffentlichungs-Overkill-Wahnsinn anzuschließen. „Enigma Of The Stars“ besitzt zwar lediglich EP-Länge und mag nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zum nächsten vollen Album von Island sein, auf das wir alle gespannt sind, dennoch liegt hier wieder ein äußerst hörenswertes Stück Musik vor, das jeder Anhänger atmosphärischer Mucke angestestet haben sollte.

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