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Iskald: Nedom Og Nord

„Eiskalt“ beschreibt das neue Studioalbum ganz gut
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Black Metal
Spielzeit: 48:14
Release: 13.01.2014
Label: Indie Recordings

Es ist wieder Endzeitstimmung. Iskald aus Norwegen setzen zum nächsten Vernichtungsschlag an und die Anhänger der Formation (und natürlich auch alle anderen) dürfen sich über ein bitterkaltes und verstörendes Album freuen. Langrille Nummer vier der Zwei-Mann-Combo soll nach eigenen Aussagen deutlich von den vorangegangenen Werken abweichen und mit seinen überlangen Songs den Fokus weniger auf das handwerkliche Geschick als vielmehr auf die übermittelte Stimmung legen. Diese Aussage lässt sich leicht überprüfen.

Tatsächlich startet das Album vielversprechend. „A Fading Horizon“ ist textlich unverkennbar den Normannen zuzuordnen, aber die Musik lässt aufhorchen. Iskald klingen wirklich epischer und emotionaler als zuvor. Dass darunter die Qualität oder der künstlerische Anspruch gelitten hätten, das kann man nicht sagen. „Underworldly“ ist zum Beispiel eine Achterbahnfahrt zwischen trägen, depressiven und wilden, rasend aggressiven Momenten geworden. Immer wieder bäumt sich der Song wild auf und schlägt um sich wie die Midgardschlange im Todeskampf. Gleich im Anschluss folgt die selbstbetitelte Hymne „Iskald“. Mit diesem Epos hat sich die Formation durchaus ein Denkmal gesetzt. Immer wieder wechselt die Stimmung und der Song schlägt von wilder Kampfeslust um in eine eher nachdenkliche Szenerie. Dieses Spiel passiert in diesem einen Song gleich ein paar mal. Immer wieder neu und immer wieder ein bisschen anders. Wenn das Stück dann akustisch endet, dann merkt man erst, dass so viele Eindrücke nur schwer auf einen Hördurchgang zu begreifen sind. Das ist auch gut so. Viele kleine Spielereien sorgen dafür, dass „Nedom Og Nord“ nicht schnell langweilig wird. Neben den ganzen Stimmungen und Emotionen auf dem Silberling gibt es nämlich auch viele musikalische Highlights. Dabei sind hier weniger die Soli oder die wuchtig-brutalen Parts zu nennen als die oft zerbrechlich filigranen Akustiklinien der Gitarren.

Doch natürlich darf man hier die Wirklichkeit nicht verzerren. Auf „Nedom Og Nord“ geht es meistens heftig zur Sache. Aufgenommen wurde die Platte im eigenen Studio. Nur zum Mastering ging man außer Haus. Das war vielleicht nicht die allerbeste Entscheidung. Das Schlagzeug klingt nicht wirklich präsent. Die Becken scheppern nur und die Snare klingt einfach nur hohl und dumpf. Dazu liegt der Gesang zu weit im Vordergrund und stört so manchmal die Stimmung, die vorher mühevoll und in Kleinstarbeit konstruiert wurde.

Ansprechend könnte die Platte vor allem für Fans des eher melodisch angehauchten Black Metal und für Freunde von Geschichten über den Norden sein. Damit beschäftigen sich Iskald nämlich auf der Platte. Die Texte handeln von Menschen und Begebenheiten aus ihrem Heimatland Norwegen. „Nedom Og Nord“ ist eine durchaus gelungene Erzählung.

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