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Is Love Alive?: III Social Jetlag

Schlüssige Kompositionen
Wertung: 8,5/10
Genre: Doom Metal/ Psychedelic Rock
Spielzeit: 29:31
Release: 13.04.2014
Label: Independent

Die Doom-Psychedelic-Truppe Is Love Alive? aus Bergkamen liefert mit „III: Social Jetlag“ nun schon die dritte Veröffentlichung aus und nur bedingt ist dabei von Bedeutung, dass sie das Risiko und die Kosten gescheut haben, eine ordentliche CD-Pressung vornehmen zu lassen. Schnell ist klar: Dieser Band gehört einfach mehr Aufmerksamkeit geschenkt, da das gebotene Material zügig in den Bann zieht und durch schlüssige Kompositionen sehr ausgereift wirkt.

Zuerst gilt es, die Fragezeichen wegen des Bandlogos abzustreifen – hier wäre eine Überarbeitung anzuraten, denn egal, was man will, die Klischees wollen immer wieder wenigsten ein bisschen bedient werden. Woran sie nicht mehr arbeiten müssen, ist der sehr gediegene Old-School-Sound durch Felix Kramer, der nicht nur auf der CD mit ein paar Keyboard- und Akustikklampfenparts aufwartet, sondern wohl mittlerweile komplett zum Liebesfragenteam gehört.

Viel wesentlichere Auswirkungen hat aber der Wechsel am Mikrofon, denn seit 2013 ist Stefan Hüsing mit von der Partie und belebt das Ganze mit seinen variabel gehaltenen Vocals zwischen nöliger Depression und ohrfeigendem Sludgebrüllen – beides schon ungehindert im riffgewaltigen Opener „Seperate Darkness From Light“ zu finden; „925“ ist lediglich ein etwas über 30 Sekunden kurz gehaltenes, zur Gesamtstimmung passendes Intro. Aber auch so kann man hier sehr schön eine Brücke zwischen experimentelleren alten Black Sabbath und klareren Saint Vitus abstecken.

Mutig sorgen die Bergkamener mit dem akustischen Intermezzo „Self-Reflection“ für eine Teilung der CD. Entgegen aller Befürchtungen nimmt das Stück so gar nicht den Schwung heraus und sorgt ganz im Gegenteil sogar mit der Leadklampfe für einen leichten, positiven Unterton und leitet quasi so einen Wendepunkt ein, denn die letzten beiden Nummern „State Of Mind“ (etwas psychedelischer angelegt mit fetten Retro-Reminiszenzen durch die Hammond-Orgel) und „People Come People Go“ (melancholisch startender Song, der sich immer doomiger daherschleicht und mit einem schönen Kontrast punkten kann: Auf der einen Seite werden durch die höheren Vocals durchaus positivere Botschaften transportiert, auf der anderen Seite aber wird durch das Riffwerk alles platt gewalzt) atmen mehr Zuversicht. Der schleppende Doom-Titeltrack „Social Jetlag“ dagegen hat einen eher anklagenden Charakter und bleibt trotz der sanften Geschwindigkeitsüberschreitung ein Kandidat für die  Fußgängerzone.

Neben dem Aspekt wie „den heimischen Underground fördern“ sollten Doom/ Psychedelic-Fans hier nicht nur ein, sondern glatt beide Ohren spitzen, 6 Euro (plus Porto und Verpackung) ins metallische Haushaltbuch verbuchen und das Dingen bei der Band einfach bestellen unter tom.pieper@freenet.de. Da macht man alles richtig, auch wenn man halt nur eine CD-R zugeschickt bekommt. Die Mucke entschädigt für alles. Bleibt nur noch die Frage: Wann kommt das Debüt?

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