Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Irrlicht: Bilderbuch

Wer sich für sanfte Musik oder deutsche, bzw. französische Texte begeistern kann, wird mit dieser CD bestimmt keinen Fehlkauf landen
Wertung: 8.5/10
Genre: Darkwave
Spielzeit: 69:41
Release: 01.12.2007
Label: Thexoomo Records

Mit „Bilderbuch“ erscheint nun das inzwischen sechste Album der Schweizer Darkwave-Formation Irrlicht. Bereits 1996 wurde die Band gegründet und hatte ihren Bekanntheitsgrad stetig gesteigert, sodass sie beispielsweise als Vorband für Illuminate aufgetreten sind oder einen Gig auf dem Wave Gothic Treffen 2003 gespielt haben.

"Bilderbuch" ist das erste Album ohne den ehemaligen Sänger Markus M., der die Band 2005 verlassen hat. Auf Grund dieses Umstandes übernimmt die Sängerin Daniela D. wesentlich umfangreichere Gesangspassagen und die Texte sind nicht – wie man es von den älteren CDs kennt – gesprochen, sondern hauptsächlich gesungen.

Der Titeltrack „Bilderbuch“ ist ein angenehmer Mid-Tempo-Song, der vom weiblichen Gesang stark an Lost Area erinnert und instrumental mit neueren Stücken von Cephalgy vergleichbar wäre. Die melodische Gesangslinie vereint sich sehr schön mit den langsameren Klavier- und Synth-Klängen, die gelegentlich von einer eher im Hintergrund gehaltenen E-Gitarre unterstützt werden.

„Treibjagd“ hingegen ist eine langsamere Ballade, die den Hörer direkt gefangen nimmt und zum Träumen verleitet. Schneller gehalten ist „Je Me Suis Installé“, ein französisches Stück, das sich durch den Klang der Sprache besonders fließend anhört.

„Die Rache Víoar“ ist ebenfalls ein Stück mittleren Tempos, das durch die gleichen Elemente wie die bereits zuvor erwähnten Songs überzeugt, doch keineswegs langweilig wirkt oder so klingt, als hätte man schon mehrere ähnliche Songs auf der CD gehört.

Insgesamt acht neue „Kunstwerke“ finden sich in dem „Bilderbuch“, doch Irrlicht lassen sich nicht lumpen und fügen noch sechs Alternativ-Versionen hinzu – so gibt sowohl einen Club-Mix von „Leuchtturm“ und auch einen Dance-Mix von dem älteren Stück „Insel der Seligen“.

Letzterer gefällt mir besonders gut auf Grund der dichten Atmosphäre, was bei Dance-Versionen in der Regel leider nicht der Fall ist.

Neben diesen beiden flotteren Songs gibt es aber auch zwei langsamere Bonus-Stücke: Zum einen eine Orchester-Version von „Treibjagd“, zum anderen wieder „Leuchtturm“ als Slow-Edit. Außerordentlich gut gelungen ist die Piano-Stimme in dem Slow-Mix, die dem Stück einen ganz speziellen Touch gibt. In dieser Version des Songs hört man auch sanfte Wellen-Geräusche, die hervorragend in das Ambiente des Klanggerüsts passen.

Alles in allem eine mehr als gut gelungene CD, die leicht zu hören ist und die Erwartungen des Genre-Liebhabers sicherlich erfüllen wird. Der Sound kommt klar und deutlich rüber und die Melodien sind einprägsam und haben teils richtigen Ohrwurmcharakter.

Vielleicht hätte man noch ein oder zwei neue Songs schreiben können, doch darüber wissen die gelungenen Alternativ-Versionen mehr als gut hinwegzutrösten.

Fazit: Wer sich für sanfte Musik oder deutsche, bzw. französische Texte begeistern kann, wird mit dieser CD bestimmt keinen Fehlkauf landen!

Als besonderes Geschenk für die Fans bekommt man beim Kauf der CD noch einen Zugangscode, mit dem man auf der Band-Homepage eine Video-Live-Aufnahme eines Konzertes und einen weiteren exklusiven Remix downloaden kann.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna