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Iron Maiden: From Fear To Eternity - The Best Of 1990 - 2010

Ganz nette Zusammenstellung, letztlich aber eher überflüssig
keine Wertung
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 154:04
Release: 03.06.2011
Label: EMI

Best-of-Alben haben schon immer die Gemüter gespalten; die einen sagen, das sei nur Abzocke, die anderen versuchen zu argumentieren, dass man dadurch eine gute Möglichkeit habe, in das Schaffen einer Band einzutauchen und sich einen Überblick über die (vermeintlich?) besten Songs anzueignen. Meine Wenigkeit hat ebenfalls durch so manches Best-of die ein oder andere tolle Band kennengelernt und zweifelsohne gibt es wirklich gut gemachte und wertige Greatest-Hits-Compilations, die mit Liebe zusammengetragen wurden und einen guten Einstieg ermöglichen.

Auch im Falle der vorliegenden Doppel-CD „From Fear To Eternity – The Best Of 1990 – 2010“ werden die Meinungen wieder ordentlich auseinandergehen, die „Ausverkauf!“- und „Abzocke!“-Rufe sind natürlich vorprogrammiert, zumal Iron Maiden bis dato schon fünf Best-ofs auf den Markt geschmissen haben; dieses hier stellt, wenn man so will, den zweiten Teil von „Somewhere Back In Time – The Best Of 1980 – 1989“ dar. Für jeden echten Maiden-Fan ist das Ganze völlig uninteressant, weil sich keine Nummern der Marke „previously unreleased“ eingeschlichen haben; auch die vier live performten Tracks waren bereits vorher erhältlich und stammen von den Alben „Rock In Rio“ beziehungsweise „Death On The Road“. Vielleicht ist das aber auch gut so, denn hätte man eine oder zwei bislang unveröffentlichte Aufnahmen mit raufgepackt, wären die „Abzocke!“-Rufe ebenfalls laut geworden.

Was die Auswahl der Stücke angeht, so wird man selbstverständlich auch hier zu keinem Konsens kommen. Da Geschmäcker verschieden sind, wird dies fast komplett zu einer subjektiven Angelegenheit, weswegen ich gleich mal meinen Senf dazu ablasse: Meiner Ansicht nach ist es ein Witz, völlig belangloses Material à la „Holy Smoke“, „Tailgunner“ oder „Bring Your Daughter… To The Slaughter“ (da sieht man mal wieder, dass „No Prayer For The Dying“ das mit Abstand schwächste Maiden-Album ist – aber auch das ist wieder eine subjektive Meinung…) auf den Doppeldecker gehievt hat, und auch „Be Quick Or Be Dead“ ist mit Sicherheit alles andere als ein Highlight in der Geschichte der Eisernen Jungfrauen. Unweigerlich stellt sich die Frage, wo stattdessen großartige Songs wie „Ghost Of The Navigator“ oder „Out Of The Shadows“ abgeblieben sind, wahrscheinlich aber wollte man jedes Album mit einigermaßen gleich vielen Songs berücksichtigen und sah sich daher gezwungen, auf besseres Material von anderen Scheiben zu verzichten, auch wenn das nicht wirklich dem Best-of-Charakter entspricht.

Witzig ist übrigens auch die Tatsache, dass „From Here To Eternity“, auf das im Titel der Zusammenstellung angespielt wird, nicht enthalten ist, allerdings sind sich auch hier wohl so gut wie alle Maiden-Fans einig, dass dieser Song kein Glanzpunkt in der Historie von Harris und Co. ist, wie überhaupt die meisten der Ansicht sind, dass „Fear Of The Dark“ bis auf den Titeltrack und das ebenfalls grandiose „Afraid To Shoot Strangers“ kein besonders starkes Album ist. Apropos: Eben jener Titelsong der 1992er Langrille ist eine der vier bereits angesprochenen Live-Versionen; bei den anderen drei handelt es sich um Stücke aus der Blaze-Bayley-Ära, allesamt gesungen von Bruce Dickinson. Ob hier rechtliche Gründe eine Rolle spielen oder irgendetwas anderes den Ausschlag gab, bleibt spekulativ. Fakt ist: Leute, die in den Maiden-Kosmos der letzten zwanzig Jahre einsteigen wollen, sind mit einem Livealbum als erste Anschaffung sowieso besser bedient, doch das lässt sich – auch wenn es wie erwähnt wirklich gute Best-of-Alben gibt, dieses sicherlich nicht das schlechteste ist und zudem zu einem fairen Preis, für den man normalerweise nur eine CD bekommen würde, zu haben ist – grundsätzlich wohl über fast jede Band sagen. Letztlich ist die Songauswahl okay, so richtig brauchen tut das Teil angesichts der genannten früheren Best-ofs aber wohl auch keiner.

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