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Iron Kobra: Kerker & Drachen 7“

Der Platz zwischen den Stühlen hervorragend besetzt
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 7:51
Release: 09.04.2018
Label: Dying Victims Productions

Eigenwillig waren Iron Kobra schon immer und vielleicht deswegen haben sie sich auch einen guten Namen im heimischen Underground erspielen können – man denke allein nur daran, wie Lightning Lord Python auch mal bei einer Show wegen verstimmter Gitarre sein Solo gesungen bzw. geheult hat. Das Beispiel sagt halt viel aus: Man darf den Spaß nie verlieren. Und wer die Gelsenkirchener schon länger auf dem Schirm hat, dem dürfte natürlich auch nicht entgangen sein, dass sie auf dem letzten Longplayer „Might & Magic“ mit „Wut im Bauch“ auch schon einen deutschsprachigen Song ins Repertoire einbauten – mit Erfolg, wie man an der Resonanz auch bei den Liveshows erkennen kann.

Nun gehen sie halt einen polarisierenden Schritt weiter und kredenzen gleich eine 7“ mit zwei Nummern inklusive deutscher Lyrics, womit sie alten Helden wie Biest, Formel 1 & Co. huldigen wollen – und begeben sich damit auch locker in das Fahrwasser der befreundeten Spiker, die sich ebenfalls aufmachten, um den DDR-Recken Tribut zu zollen. Kann man machen, polarisiert aber eben auch.

Natürlich wird einmal mehr auch Sir Serpents Gesangsstil auf dem Prüfstand landen, da werden sie sich wieder das Maul zerreißen, aber darauf einen feuchten Kehricht, denn wem es schon vorher nicht gefiel, die/der wird auch am neuen Siebenzöller keinen Gefallen finden. Man braucht halt nicht zugreifen, verpasst aber eben ein sehr harmonisches Stück Roggen Roll aus Gelsenkirchen, wo das Herz am richtigen rockmetallischen Fleck hängt.

Das machen sie dann auch mit der B-Seite „Schall & Rauch“ sehr deutlich, indem sie ein fettes Statement gegen das reißerische Musikbusiness in die Welt blasen – old schooliger Heavy Metal mit verspielter Leadklampfe und Vollgassolo sowie der gelegentlichen Doublebass-Tempoverschärfung, wie er eben zeitlos immer wieder funktioniert und von dem Quartett mehr als authentisch mit passendem Sound gebannt wurde und der für die nächste Powerfaust-Party geeignet ist. Aber auch auch die A-Seite mit „Kerker & Drachen“ hat ausreichend Biss ohne großen Rumpelfaktor, kommt ein bisschen düsterer als die Flipside daher, überzeugt mit den sirenenartigen Gitarren und ist ebenso kurzweilig wie eingängig.

Voller Support für Iron Kobra weiterhin, denn wer sich so in die vermeidlichen „Nesseln“ setzt, der hat hier per se schon gewonnen. Und wenn dabei noch zwei geile Deutsch-Metal-Nummern bei herausspringen, dann darf man sich gerne das nächste Hansapils oder eine leckere Dose Karlskrone aufreißen und sich ein Stückchen weiter wohl fühlen. Hoch die Dosen auf die Kobras, beide Daumen hoch für den Zwischenraum der Stühle... so und nicht anders.

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