Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Irate Architect: Visitors

Anspruchsvoller und technischer Death Metal, der nicht langweilig wird
Wertung: 9/10
Genre: Technical Death Grind
Spielzeit: 40:10
Release: 28.03.2008
Label: War Anthem Records

Die Deutschen Technical Death Grinder Irate Architect haben sich im Jahr 2004 im Hamburger Raum gegründet und auch gleich im Jahr 2005 die EP „Born Blood Portrait“ eingespielt, welche sehr vielversprechend ausgefallen war und es deswegen auch nicht weiterhin verwunderte, dass man fast ausschließlich hervorragende Kritiken einheimsen konnte.

Kein Wunder, dass über kurz oder lang da auch Plattenfirmen neugierig werden und Interesse bekunden. Das kleine, aber feine und vor allem auf diese Stilrichtung spezialisierte Label Morbid Records machte zunächst das Rennen, doch aufgrund einer Übernahme erschien das Debutalbum „Visitors“ nun letztendlich über War Anthem Records.

Laut der Metal Encyclopedia hat sich das Quartett dem experimentellen und technischen Death Grind verschrieben, was man auch getrost so stehen lassen kann, denn kompakter bringt man es wirklich nicht auf den Punkt. Wenn man experimentell und technisch in Kombination mit Death und Grind hört, gehen bei manchen aber auch die roten Lichtlein an, dass dies schnell unüberschaubar wird und im totalen Klangchaos endet. Doch dass es funktionieren kann, haben bisher nicht nur die Schweden Anata bewiesen, sondern nun auch Irate Architect mit ihrer ersten Langrille „Visitors“.

Man gewinnt schon schnell den Eindruck, dass der Vierer konsequent auf das Gaspedal drückt, vor allem, wenn man sich die Scheibe nur beiläufig anhört. Doch bei genauerer Betrachtung fallen die kleinen Finessen auf, womit nicht nur der Wechselgesang gemeint ist, sondern die dezenten Riffingunterschiede. Neben typischen Grind Chaos Riffs gibt es hier zudem auch viele charakteristische Death Metal Riffs aus dem schönen Florida (Cannibal Corpse, Morbid Angel), wobei auch die restliche Ami-Death Schule des öfteren vorbeischaut (Suffocation, Dying Fetus) und auch noch einige andere Bands wie Soilent Green oder Misery Index grüßen lassen.

Dabei fällt es zwar schwer, den einen oder anderen Song besonders hervorzuheben, da sich alle Stücke nicht nur stilistisch sehr ähneln, sondern ebenso auf einem konstant gleichen Qualitätslevel angesiedelt sind. Naja, wenn ich mich auf einen Song festlegen müsste, wäre es vielleicht „Timber Processing“, da hier vor allem im Mittelteil eine besonders bedrohliche Atmosphäre geschaffen wird. Oder doch das mega brachiale „Sickening Dolor“?

Zu den Texten kann ich leider nicht viel sagen, da die bei meiner Promo CD nicht beilagen, aber wenn man sich mal ein wenig auf der offiziellen Homepage der Band umschaut und dabei vor allem in der Bio eine sehr originelle Beschreibung findet, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Lyrics auf „Visitors“ nicht ebenfalls sehr anspruchsvoll ausgefallen sind!

Fazit: Wie gesagt gibt es nicht viele Bands, die anspruchsvollen und technischen Death Metal auf lange Distanz interessant halten können. Irate Architect ist es auf alle Fälle gelungen, wobei es natürlich erstaunlich ist, dass dies eine Band gleich mit ihrem Debutalbum schafft! Ich bin mir sicher, dass wir künftig noch viel von dem Quartett erwarten können!

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna