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Involved: Chaos Order Balance

Suchen viele Bands mit Debüt noch Stil und Sound, haben Involved ihn bereits gefunden
Wertung: 8/10
Genre: Phat Metal
Spielzeit: 33:12
Release: 25.05.2012
Label: Hanewurger Records

Wenn der gemeine deutsche Bürger an die Niederlande denkt, fallen ihm meist nur Käse, Fahrräder und Fußball ein. Der gemeine deutsche Metalfan denkt dabei jedoch wohl eher an ziemlich geniale Metal-Musik wie Pestilence, Asphyx oder Gorefest, um nur kurz den Extrem-Metal-Sektor anzureißen. Involved schlagen dabei in eine ähnliche, wenngleich eher thrashige Richtung ein.

2009 gründeten Jeep Beckers (Drums), Maurice Brouwers (Bass), Wilbert Janssen (Vocals), Vince Vaderloo (Guitars) und Pat Waltmans (Guitars) die Band und nahmen im Sommer 2010 zwei Songs auf, die sie ins Internet stellten. Ende 2011 begannen die Jungs aus Geleen mit den Aufnahmen zu ihrem Debüt „Choas Order Balance“ und beendeten diese im April 2012.
Wo ihre Landsmänner Legion Of The Damned den Weg der alten Schule begehen, reißen Involved mit Thrash der 90er beziehungsweise den ersten 2000er Jahren mit Hang zum melodischen Death Metal die Wände nieder. Involved bezeichnet es als „Phat Metal“. Was das Debüt „Chaos Order Balance“ tatsächlich gut beschreibt. „Phat“ klingt es nämlich. Dabei grooven die Niederländer mit einer ordentlichen Heavyness und Grundhärte über die 33 Minuten Spielzeit, ohne dabei auch melodische Parts außer Acht zu lassen. Womit hier keine große Innovation stattfindet, aber die fünf Musiker präsentieren technisch absolut hochwertig top arrangierte Songs. Dass die einzelnen Mitglieder bereits einiges an Band- und Bühnenerfahrung haben (u.a. wurde bei After Forever, Engine of Pain und Defcon One gezockt), zeigt auch die Genialität der simplen Riffs, die überwiegend echt knallen und Melodien, die durch ihre simple Virtuosität das Headbangerherz und die Nackenmuskulatur zum Rotieren bringen. Es entsteht ein angenehmer und nicht vertrackter Hörfluss.

Inhaltlich behandeln die Songs, ganz in alter Thrash-Metal-Manier, sozialpolitische und gesellschaftskritische Themen, welche von Wilbert eher gegrowlt als gekeift werden. Es fügt sich aber wunderbar in das Restinstrumentarium der Band ein. Kennen ältere Freunde des Extrem-Metal-Genres Wilbert Janssen vielleicht noch von Bands wie Desensitised oder Defcon One, dürfte seine Stimme Fans der jüngeren Stunde wohl sehr an Randy Blythe (Lamp Of God) erinnern. Involved haben einen Hang zu der Band des besagten Sängers. Besonders deutlich macht sich das im gleichnamigen Song „Involved“ bemerkbar. Dieser gehört aber auch zu den besten Songs der Platte, soll also kein Nachteil sein. Der Song „Balance“ bricht den druckvollen Sound des Albums mit einer harmonischen Melodie und bringt so noch einmal ein Stück mehr Dynamik und Stimmung mit hinein. Die Groove-Walze rollt aber unaufhörlich durch das ganze Schaffen. Suchen viele Bands mit ihrem Debüt noch ihren Stil und Sound, haben Involved ihn bereits gefunden. So hört man die Platte wieder und wieder und entdeckt immer neue Kleinigkeiten. Dadurch bleibt die Platte interessant und versiegt nicht in Monotonie, wie es bei machen Bands, die den Weg des Grooves gehen, der Fall ist. Die Jungs haben einfach richtig Bock auf die Mucke und das spürt man regelrecht. Allerdings wird man auch das Gefühl nicht los, dass doch noch irgendetwas fehlt.

So funktioniert das Album in jedem Fall als Gesamtwerk - der letzte Funke springt dann irgendwie aber doch nicht über.

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