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Interment: Into The Crypts Of Blasphemy

So macht Musik keinen Spaß
Wertung: 2.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 36:02
Release: 01.07.2010
Label: Pulverised Records

Bereits 1988 traten Interment auf den Plan, damals allerdings noch als Beyond und ohne den Hauch einer Ahnung, wie man Platten zu machen hatte. Wie das so ist bei Bands, hielt sich das ursprüngliche Line-Up nicht besonders lange; mit neuen Musikern und neuem Mut machte man sich 1991 auf, um das erste Demo „Where Death Will Increase“ aufzunehmen. Ein Jahr später folgte bereits das „Forward To The Unknown“-Demo, doch die Luft war irgendwie raus und so schusterte man zwei Jahre später mehr schlecht als recht „The Final Chapter“ zusammen.

Wir ahnen es, die Band trennte sich, jeder ging seines Weges und nistete sich alsbald in anderen Bands ein, bis Gründungsmitglied Johan Jansson 2002 auf die grandiose Idee kam, die alten Stücke gemeinsam noch mal aufzunehmen, sowie einige neue Sachen auszuprobieren. Die erste Live-Show nach 15 Jahren musste natürlich etwas Besonderes sein, also traten Interment kurzerhand mit Grotesque bei der Release-Party des „Swedish Death Metal“-Buchs auf. Ihren allerersten Auslandsbesuch verbrachten die Schweden 2007 auf der Bühne des Party.San Open Air, ein Jahr später konnte sich Pulverised Records für die Combo erwärmen und jetzt, 19 Jahre nach der Gründung der Band, steht das erste Full Length-Album der Band in den Startlöchern.

So weit, so verwirrend. Von den Gründungsmitgliedern ist nur noch Gitarrist Johan Jansson übriggeblieben, der sich mit Drummer Kenneth Englund, Bassist Martin Schulman und dem zweiten Gitarristen John Forsberg neue Leute ins Boot geholt hat. Dass der einzige Ursprungs-Intermenter natürlich auch das Mikro besetzen darf, versteht sich von selbst. Jetzt könnte man meinen, dass eine Band, die so lange im Untergrund herumkrebsen musste, entweder Death Metal der ganz alten Schule spielt oder ihre Platte so vollpackt mit Experimenten, dass man nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll.

Tja, wenn’s doch nur so wäre. „Into The Crypts Of Blasphemy“ verdient nicht nur die Krone als einer der klischeebeladensten Titel überhaupt, die Platte ist außerdem auch noch weder Fisch noch Fleisch. Klar wird hier ordentlich drauflos geholzt, fiese Growls und manisches Gekeife wechseln sich ab und einen lustigen Hall bei den Vocals bekommt man gratis obendrauf, aber das einzige, was hier wirklich positiv überrascht, ist das für Death-Verhältnisse recht gut abgemischte Schlagzeug.

„Eternal Darkness“ empfängt uns – richtig – mit ewiger Dunkelheit, zumindest werden wir im Dunkel über die Absichten der Band gelassen. Dieser verdammte Nachhall macht es tatsächlich ziemlich anstrengend, den Vocals zu lauschen (die man ja sowieso nicht verstanden hätte), außerdem bieten die Instrumentals wenig Neues. „Torn From The Grave“ bietet zumindest etwas, was entfernt an Rhythmus erinnert, für „Stench Of Flesh“ haben die Männer noch mal all ihren Mut zusammengenommen und ein wenig Dynamik ins Spiel gebracht, obwohl dieser hallende Gesang immer noch tierisch nervt.

Beim Intro von „Where Death Will Increase“ blitzen beinah moderne Anleihen auf, ein völlig dissonantes Gitarrensolo macht aber schon bald jegliche eventuelle aufgebaute Stimmung zunichte und auch „Sacrificial Torment“ kann nicht überzeugen. Insgeheim fiebert man dem Ende der Platte entgegen, in der Hoffnung, dass doch noch ein Song kommen könnte, der den ersten Eindruck umkrempelt, aber Pustekuchen: „Into The Crypt Of Blasphemy“ ist, ähnlich wie sein Titel, einmal zu oft gehört worden und wirkt irgendwie lustlos. Die dünne Produktion mit dem Echo-Gesang macht die Platte nicht unbedingt hörenswerter, lediglich ab und an blitzen kurze Gitarrenriffs auf, bei denen man aufmerken könnte, bevor die Montonie sich wieder breitmacht. So macht Musik nicht nur produktionstechnisch keinen Spaß, auch muss man die Musik nicht unbedingt ein zweites Mal hören.

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