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Instanzia: Ghosts

Ein Sturm im Wasserglas
Wertung: 6/10
Genre: Melodic Power Metal
Spielzeit: 47:40
Release: 22.11.2010
Label: Metalodic Records / Twilight

Instanzia aus Kanada, genauer Saint-Hyracinte, haben sich voll und ganz dem Melodic Power Metal verschrieben. Mit Keyboards, Double-Bass-Einlagen, rhythmusorientierten Gitarren sowie mehrstimmigen cleanen Refrainvocals und langgezogenen Gitarrenläufen ziehen sie aus, um die Power-Metal-Welt zu erobern.

Im Gepäck haben sie ihr neues Album „Ghosts“. Dieses recht theatralische Werk vereint acht Songs unter seinem Namen, die in der Bandbreite recht weit gefächert sind und trotzdem alle in direkter Verbindung zueinander stehen. Stilistisch lassen die Kanadier keine Möglichkeit unversucht, wirklich deutlich zu machen, dass sie eine echte Melodic-Power-Metal-Band sind. Die eingangs beschriebenen genretypischen Spielarten finden massiv Verwendung, Experimente sucht man allerdings völlig vergeblich.

Der Sound des Albums besticht durch eine lupenreine Produktion. Unter dieser Produktion musste allerdings die Dynamik ein wenig leiden. So klingt das Album zwar recht sauber, aber eben auch etwas flach. Die einzelnen Instrumente sind alle gut hörbar, haben als Individuum aber das gleiche Problem wie die CD als Ganzes.   

Die Musik von Instanzia ist keineswegs schlecht. Die Stücke sind alle anständig arrangiert, das Material wurde akribisch ausgesucht und es wurde mit zwei Ausnahmen darauf geachtet, dass die Lieder nicht zu langatmig werden. „Ghosts Of The Past“ ist zum Beispiel ein schöner, abwechslungsreicher und relativ schneller Titel, der versteht, den Zuhörer mitzureißen. Außerdem hat der Chorus einen hohen Ohrwurmfaktor. „Power Of The Mind“ lebt von seinem coolen Gitarrenlauf und den Powerchords während des Textes. Auch hier verleitet der Refrain sofort zum Mitsingen. Die zwei längeren Stücke auf „Ghosts“ können allerdings nicht richtig überzeugen. „Heavenly Hell“ ist ein recht guter Song, der allerdings durch seine ausgedehnten Instrumentalparts immer wieder an Energie verliert. Genau so verhält es sich auch mit „The Desert Fox“. Auch hier wäre weniger mehr gewesen und ein an sich gutes Stück wurde zu sehr überladen. 

Insgesamt liefern Instanzia ein solides Album mit kleinen Höhepunkten und auch ein paar Schwächen ab. Das Album wird auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig und es sind einige Feinheiten versteckt, die einem erst nach und nach auffallen werden.  

Etwas unverständlich ist, warum sich die ohne Zweifel sehr begabten Musiker ausgerechnet so tief in der Schublade Melodic Power Metal vergraben haben. Denn: Wenn man sich schon das nach Death Metal am meisten überlaufene Genre als Wirkungskreis aussucht, dann sollte man sich doch auch bewusst sein, dass man nur aus der Masse hervorstechen und somit erfolgreich sein kann, wenn man eben nicht alles genau so macht wie viele tausende anderer Bands auch.

Zu empfehlen ist das Album allen genretreuen Fans - hier können sie blind zugreifen. Melodiebegeisterte Fans gitarrenorientierter Musik und Freunde orchestraler Musik sind auch gut bedient.

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