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Insomnium: Above The Weeping World

Sentenced´s Erben
Wertung: 10/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 52:56
Release: 22.09.2006
Label: Candlelight Records

Endlich, endlich, endlich …

Endlich schafft es mit Insomnium eine finnische Band, mich wieder so zu begeistern, wie es zuletzt nur meine geliebten und bislang unerreichten Sentenced schafften. Da es die aber ja nun mittlerweile seit fast einem Jahr nicht mehr gibt, fühlte ich seitdem, was deren Art von Mucke angeht, immer eine gewisse Leere nach deren „Funeral Album“, die sich auch nicht mehr füllen ließ. Aber jetzt gibt es ja zum Glück Insomnium´s neues Baby „Above The Weeping World“.

„Above The Weeping World“ ist das mittlerweile dritte Studioalbum der vier Finnen. Und es ist bislang das Beste, was die Melodic Death Metaller geschaffen haben. Während ich die Songs anhöre, kommt mir der Gedanke, wie es wäre, wenn Sentenced bis zum heutigen Tage mit Taneli Jarva weitergezockt hätten … ich komme nicht herum, dieses Album als quasi logische Weiterentwicklung zu Sentenced´s „Amok“ zu bezeichnen. Da kann man es auch absolut verzeihen, dass sich der Break in „Drawn To Black“ sich verdammt nach Sentenced anhört.

Neben den echt kraftvollen, schnellen Passagen findet man hier nämlich vor nordischer Melancholie strotzende langsame, fast möchte ich sagen, doomlike Parts mit fast tränentreibend geilen Melodylines, die aber keinesfalls kitschig wirken.

Dabei klingen Insomnium aber auch schon deutlich eigenständiger als andere Bands aus ihrem Heimatland und mit dergleichen musikalischen Kalibrierung. Die Songs auf „Above The Weeping World“ klingen erwachsen, ohne jedoch dabei die musikalische Verspieltheit eingebüßt zu haben. Diese musikalische Verspieltheit zeigt sich bei finnischen Bands dadurch, dass sie traurig-stimmende, um nicht zu sagen, melancholische Parts in die Songs einfließen lassen, die nur finnischen Bands so dermaßen genial intonieren können.

Ob da die geographische Heimat der Bands mit diesen verdammt langen Wintern eine Rolle spielt ... egal, jedenfalls ist dies genau das, was Fans wie mir so gefällt. Und das, was Insomnium uns hier um die Ohren hauen, ist nicht nur einfach Melodic Death Metal, sondern es wurden ein paar progressive Einsprengel mit in den Sound eingeflochten.

Das obergeile Solo und auch die gesamte Melodieführung in „Last Statement“ sei von mir auch noch mal explizit erwähnt, da es alles das, was ich zu den melancholischen Melodien speziell der finnischen Bands schon erwähnt habe, perfekt intoniert. Spätestens wenn ihr dies hört, werdet ihr wissen, was ich damit meine.

Der letzte Song „In The Grooves Of Death“ verkörpert alles das, wofür Insomnium´s Mucke steht: Einerseits voll inne Fresse, andererseits diese grandiosen, vor Traurigkeit strotzenden Melodien. Und sowohl im Prolog als auch im Epilog befindet man sich – um dem Albentitel neben den tieftraurigen Melodien einmal mehr gerecht zu werden - in einem Regenschauer.

Die Produktion sitzt wie ´ne Eins und hat den Songs dadurch eine wunderbar druckvolle, tiefgängige Atmosphäre verliehen. Ich kann absolut nicht sagen, was hier noch besser gemacht werden könnte. Alles in allem führt der Konsum dieser CD zu immerwiederkehrender Betätigung der Play-Taste.

Fazit: Insomnium treten mit „Above The Weeping World“ die Wachablösung für Bands wie z.B Sentenced an. Wenn sie auf dieser Schiene weiterfahren, werden sie die Laterne wohl so schnell nicht wieder aus den Händen geben! Und genau deshalb gibt es die vollen 10!

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