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Insidead: Chaos ElecDead

Interessanter, aber noch reifebedürftiger Thrash Metal
Wertung: 5.5/10
Genre: Thrash Metal, Heavy Metal
Spielzeit: 36:37
Release: 29.04.2011
Label: Massacre Records

Als eine weitere griechische Band versuchen Insidead, den europäischen Metalmarkt zu erobern. Die Band, die nun nach dreizehnjähriger Schaffensphase ihr Debütalbum veröffentlicht, hat sich stilistisch zu oberst dem Thrash Metal verschrieben. Genauer gesagt: dem Modern Thrash Metal, wie er auch von Scar Symmetry in ähnlicher Form gespielt wird. Um das Spektrum noch etwas zu erweitern wurde die Musik von Insidead mit etwas Metalcore aufgepeppt. Das Ganze ergibt dann eine recht frische Mischung, die es durchaus wert ist, einmal näher beleuchtet zu werden.

Die Songs fallen sehr unterschiedlich aus. Die Spannweite reicht von sehr schleppenden Songs über Mid-Tempo-Stampfer bis hin zu Up-Tempo-Stücken. Lediglich Blast-Parts sind praktisch nicht anzutreffen. Es wird viel Wert auf klare und gleichzeitig abwechslungsreiche Strukturen gelegt. Besonders eingängig sind die Leadgitarren und die dazugehörigen Soli. Oftmals lässt sich die Bezeichnung Thrash Metal nur schwerlich aufrechterhalten. Denn die Musik der Griechen erweitert sich immer wieder um Einflüsse des klassischen Heavy Metal. Das ist zwar nicht gleich immer offensichtlich, doch bei Titeln wie „Time“ oder dem Titelsong „Chaos ElecDead“ kommen immer wieder Bausteine des Rock und des Heavy Metal zum Vorschein.

Ein weiterer markanter Punkt auf „Chaos ElecDead“ sind die Vocals. Frontmann George bietet eine recht große Vielfalt an stimmlichen Variationen dar. In den cleanen Passagen ist er dabei manchmal nicht ganz so sicher, die Growls beherrscht er aber absolut und überzeugend. Unterstützt wird er am Mikro von Drummer Jim. Gemeinsam sorgen die beiden dafür, dass die Texte interessant wiedergegeben werden.

Der Sound des Albums ist eine Sache für sich. Wenn man den Gedanken des Modern Thrash Metal einmal außer Acht lässt und sich stattdessen nur auf den Thrash Metal konzentriert, dann ist der Klang der Scheibe recht akzeptabel. Sie klingt aber keinesfalls modern, Old School würde da als Bezeichnung schon eher passen. Diese Tatsache erklärt sich vielleicht dadurch, dass die Band vom Suicidal Angels-Produzenten betreut wird. So rumpeln die Drums vor sich hin und die Gitarren hängen, mit Ausnahme der Sologitarren, hart am Verzerrer. Insgesamt hätte die Scheibe ein klein wenig mehr Brillanz vertragen und die Snaredrum geht etwas unter. Dafür ist der Vocalsound richtig gut geworden. Egal ob Growls oder cleane Passagen, Sänger George klingt immer gut. Auch ist er weder zu leise, noch zu laut.

Interessant dürfte das Album für alle sein, die auf melodische, harte Musik stehen, die jetzt nicht zwangsweise im ultramodernen Soundgewand erstrahlen muss. Allerdings muss man hier auch hinzufügen dass das Album keine richtigen Highlights aufweist. Es fehlen die Songs, die sich sofort mit dem Bandnamen verknüpft ins Gehirn einbrennen. Vielleicht hätten ein paar mehr Songs den Silberling noch bereichert. Platz wäre ja noch gewesen.

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