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Inner Aggression: Beginning Of An Inner War

Ein würdiger Vertreter des melodischen Black Metals
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Black Metal
Spielzeit: 46:47
Release: 25.08.2007
Label: Eigenproduktion

Mit „Beginning of an inner War“ habe ich hier das Debüt einer äußerst jungen Band aus dem Oberpfalz vorliegen, welche ganz auf modernen, melodiösen Black Metal, gepaart mit einer Prise Thrash, setzen. Inner Aggression zeigen eindrucksvoll, dass Nachwuchsbands durchaus mit einer glasklaren und überaus druckvollen Produktion in Eigenregie aufwarten können.

So werden vor allem gitarrentechnisch Akzente gesetzt, welche vom markanten Gesang unterstrichen werden, der genretypisch als hasserfülltes Gekeife daherkommt. Nach einem kurzen, atmosphärischen Intro in Form des „Prologs“ folgt das straighte, schmissige „Ahnenrausch“, welches echtes Ohrwurm-Potential für sich beanspruchen kann. Melodiös, kraftvoll und mit intelligenten Tempiwechsel versehen, wird das ganze passend von einer Keyboardmelodie unterstrichen, welche dem Stück die nötige Würze verleiht. Auch „Feuer und Blut“ gibt sich kurz und knackig. Im Mid-Tempo-Bereich angesiedelt, groovt der Song ungemein und bietet durchwegs solides Songwriting. Doch auch Stromgitarren-Liebhaber werden nicht enttäuscht, so bietet das Stück gegen Ende, ein erfrischend eingängiges Solo, zu welchem man hemmungslos die Mähne schütteln kann. Man sieht, die Jungs haben ihre Hausaufgaben mit Bravour erledigt, denn auch „Tränen im Morgentau“ kann restlos überzeugen. Mit einer ansprechenden Melodie im Gepäck, wirkt der Song im Gegensatz zu den ersten beiden Tracks fast schon schleppend, was sich jedoch dank der nötigen Power keinesfalls negativ auf die Nummer auswirkt.

Mit „Beauty Storm of Bloody Revenge“ folgt sogleich der erste englischsprachige Song, welcher, man könnte sagen, fast schon epischere Ausmaße annimmt. Zudem weist dieser Song deutliche „Black´n´Roll“ Elemente auf. „Im Sturm dieser Tage“ hingegen tendiert deutlich zur härteren Gangart. Es wirkt einen Tacken härter, bösartiger und schneller als die vorangegangenen Tracks und überzeugt durch die harten Riffs und die markanten Growl-Attacken. „Verewigt“ hat einen frenetischen, hymnenartigen Charakter und schlägt mit rund sieben Minuten Spielzeit in etwa dieselbe Kerbe, wie bereits „Beauty Storm of Bloody Revenge“. Mit „Epilog“ schließlich, dem zweiten Instrumentalstück im Bunde, klingt das Album behutsam aus.

Kommen wir jedoch zu den Kritikpunkten: „Beginning of an Inner War“ ist eine klasse Scheibe. Keine Frage. Jedoch gleichen sich die Songs in lyrischer Hinsicht wie ein Ei dem anderem. Genreüblich handeln die Texte über alte germanische Göttersagen, das Heidentum, epische Schlachten und ebenso epische Besäufnisse. Die Texte sind zwar weder plump, noch wirken sie aufgesetzt, jedoch ähneln sich die Songstrukturen sehr und kommen somit auch sehr dem typischen Pagan-Einerlei entgegen. Musikalisch scheinen sich die Jungs sehr an Bands wie Finntroll, Equilibrium oder aber Turisas zu orientieren, setzen aber eigene Akzente, sodass sie nicht bloß wie ein müder Abklatsch wirken, sondern durchaus eine Bereicherung fürs Genre darstellen.

Es lässt sich sagen, dass „Beginning of an Inner War“ ein überdurchschnittliches Debüt ist, welches sich vor den Genregrößen nicht zu verstecken braucht. Ich bin mir sicher, dass wir von dieser jungen, aufstrebenden Band noch das ein oder Meisterwerk zu hören bekommen.

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