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Inkvisitor: Dark Arts of Sanguine Rituals

Finnisch Mystery
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 40:29
Release: 20.04.2018
Label: Eigenproduktion

Inkvisitor sind fünf wilde Finnen, die mit „Dark Arts Of Sanguine Rituals“ ihr zweites Full-Length-Album herausbringen. Eine EP im Jahr 2014 und ein Album 2015 haben die Herren im Hintergrund und stehen nun nach einigen personellen Neuerungen wieder auf der Matte, um den Schwermetallzirkus mit einem weiteren Beitrag zu bereichern. Bei der Produktion waren zwei erfahrene Studios beteiligt, welche schon mit einigen finnischen Hochkarätern arbeiteten. Dazu gehören Amorphis, Swallow The Sun, Ghost Brigade und einige mehr.

Textlich haben sich Inkvisitor auch eine kleine Besonderheit einfallen lassen, denn „Dark Arts Of Sanguine Rituals“ ist in dieser Hinsicht ein Konzeptalbum, quasi ein musikalischer Mystery-Thriller über einen Kommissar oder eben Detective, dessen zunächst „normaler“ Mordfall wohl gar nicht so normal ist. Also doch einige Punkte, die Interesse wecken. Nun kommt es aber eben noch darauf an, wie sich die ganze Sache anhört:

Thrash Metal? Also der Beginn des eröffnenden Titelstücks könnte ja beinahe auch von Morbid Angel sein. Aber der Anfang trügt, denn nach 50 Sekunden sind wir dann doch beim Thrash Metal angekommen. Sägende Gitarrenriffs, drückendes Drumming und typische Thrash-Vocals führen kurzweilig durch den Beginn des Albums. Nichts Überraschendes, aber nett. „Second Sacrament“ gibt ordentlich Gas, eine flotte Thrash-Nummer, an der man zwar nicht wirklich etwas aussetzen kann, von der andererseits aber auch nicht viel hängen bleibt. Passt schon, aber kein Highlight.

„A Shadow Suspended By Dust“ beginnt langsam und bedrohlich, rumpelt dann gemächlich und düster mit einer Death-Metal-Schlagseite los und Inkvisitor zeigen hier auch, dass sie grooven können und Gitarrensoli beherrschen. Ein eher gemächliches Stück zum Verschnaufen, dabei allerdings, aufgrund der ihm innewohnenden Coolness, durchaus interessant. Vielleicht ein klein wenig zu lang, denn hintenraus geht dem Stück die Luft aus. Bei „The Confession“ herrscht gefühlt Gute-Laune-Thrash-Metal. Hier steht der Spaßfaktor wieder im Vordergrund, was durch das Gurgelgeräusch am Ende nochmals verdeutlicht wird. Kurzweiliges Stück. So könnte man nun auch mit den übrigen Songs auf „Dark Arts Of Sanguine Rituals“ weitermachen, denn Bemerkenswertes hat jeder von ihnen. Aber davon darf sich der Leser gerne selbst ein Bild machen.

Inkvisitor haben hier eine solide Arbeit geleistet, die aber natürlich in harter Konkurrenz zu anderen Veröffentlichungen des Genres steht. Ob es für die Finnen genügt, sich aus der Masse hervorzutun, bleibt abzuwarten.

Fazit: Das Rad erfinden Inkvisitor wahrlich nicht neu, allerdings muss man ihnen zugute halten, dass auf „Dark Arts Of Sanguine Rituals“ jedes Track seinen eigenen Charakter hat und trotzdem alles wie aus einem Guss wirkt. Seinen Charme entwickelt das Album insbesondere dann, wenn man die einzelnen Songs miteinander vergleicht und auf die Unterschiede achtet. Um die Eigenheiten der Stücke zu erkennen, sollte man allerdings schon genau zuhören, denn nutzt man Inkvisitor nur als Nebenbeibeschallung, könnte es passieren, dass wenig bis gar nichts hängen bleibt und das würde dem Album nicht gerecht werden. 

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