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Inhuman: Into The Haze

Gut abgeschmackte Rotznase mit poppigen Einflüssen
Wertung: 8/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 33:20
Release: 10.11.2012
Label: Stereo Satellite Records

Zwei Jahre ist es nun her, dass die Dreieicher Alternative-Rocker Inhuman mit ihrem Debüt „ This Is Not A Warning“ einen überzeugenden Einstand ablieferten. Nun, nichts ist einfacher als ein Debüt abzuliefern, hat man dafür doch auch am längsten Zeit. Mit neun neuen Songs auf dem Zweitling „Into The Haze“ lassen sie es wiederholt im Alternative-Lager krachen, bauen eine gut abgeschmeckte Rotznase mit ein und scheuen auch nicht vor ein paar poppigen Einflüssen.

Inhumass Rockversion ist ein gelungene Gute-Laune-Tanzmischung, die sicherlich live ihre Wirkung nicht verfehlt, denn auch auf CD schaffen sie es anscheinend spielend, neunmal die frisch prickelnden Sonnenstrahlen einzufangen und mit einem fetten Grinsen im Gesicht „Hasch mich, ich bin der Frühling“ zu spielen. Und was sich auf dem Debüt schon so gut einließ, wird auf dem zweiten Album fortgesetzt.

Allein der Opener „Plastic Smile“ lässt es nicht an der nötigen Grundhärte in Kombination mit griffigen Melodien missen. Hier faszinieren die Riffs genauso wie der sehr schnell gefangen nehmende Refrain, die Stimme wird abwechslungsreich auch einmal durch einen Verzerrer gejagt – eine treibende Rotz-Alternative-Punk-Version, wie sie auch bestens im Radio bestehen würde. Überhaupt dürfte das hessische Quartett mit dem Nationenäther überhaupt keine Schwierigkeiten bekommen, haben die doch auch genug Material in der Hinterhand, um sich auf diesem Wege dem Hörer zu stellen.

Dazu passt dann z.B. der Track „Original Sin“ ganz gut. Stimmlich erinnert Gitarrist und Sänger Jonas Fisch zwischendurch verdammt an Olli Sidiropoulos von Superfly 69 (die sich nach ihrem letzten Album „Dummy Of The Day“ in eine bis heute reichende Winteruhe begaben, nachdem ihr Schlagzeuger Patrick Grün zu Caliban wechselte). Musikalisch mischen Inhuman dabei eine nicht zu überhörende Royal Republic-Note ein.

Es ist schon erstaunlich, wie viele griffige Momente Inhuman einfangen, auch wenn sie beispielsweise den Refrain zu „Tight Rope“ textlich etwas abwechslungsreicher hätten gestalten können - vom Rhythmus her schimmern auch hier immer wieder die gerade sehr angesagten Royal Republic durch. Locker flockig mit einem schönen funky Touch rocken sie sich Finger schnippend durch „My Dear Idea“. Da passt sogar das entspannte dudadab dudadab. Und wer kennt die sich gerade aufgelösten Berliner 5 Bugs? Die sind halt ganz gut nicht nur hier, aber auch in „Not Your Blood“ zu finden.

Fans rotzrockiger Alternative-Mucke sind bei Inhuman bestens aufgehoben, haben doch die Hessen die passende Lockerheit in den Gesäßmuskeln, um nicht nur flockig in den Hüften zu schwingen, sondern auch ab und zu ordentlich Arsch zu treten. Wer nun also Superfly 69, Royal Republic, die 5 Bugs oder schlichtweg das Debüt von Inhuman schon immer geil fand, der wird mit „Into The Haze“ seine volle Freude haben. Gute Laune, immer wieder hart aufrockende Rotzgitarren, variabler Gesang und trotzdem schmissige Refrains laden für den nächsten „Depressionsbekämpfungsabend“ ein.

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