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Infinite Horizon: Dominion

Sehr durchwachsener Nachfolger zu „Soul Reducer“
Wertung: 7/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 52:38
Release: 09.10.2009
Label: Black Bards Entertainment

Die Siegerländer Infinite Horizon sind zurück. Nach dem mehr als gelungenen Album „Soul Reducer“ geht es nun mit „Dominion“ in die vierte Longplayerrunde. Gerade nach dem starken Drittling sind natürlich auch die Erwartungen recht hoch und man kann gespannt sein, ob die Band sie erfüllen kann.

„I`m Alive“ eröffnet den munteren Songreigen und startet mir recht modernem Riffing. Marc M. Lemler zeigt sich direkt wieder von seiner besten Seite und beweist, dass er zu den besseren Sängern seiner Zunft gehört. Die Keyboards stoßen mir allerdings speziell im Mittelteil doch ein wenig übel auf, denn diese harmonieren nur bedingt mit dem Gesamtsound. Irgendwie ist hier auch deutlich weniger progressiver Flair zu verspüren, als erwartet.

„God Of Lies“ klingt dann wieder deutlich vertrauter. Der Song setzt genau da an, wo „Soul Reducer“ aufhörte. Leider fällt auch hier auf, dass der Drumsound etwas quer in den Ohren liegt. Insgesamt ist der Sound voluminöser und kräftiger geworden, aber das Schlagzeug geht in die andere Richtung trotz des tadellosen Spiels von Christian Schmidt. Dieser Umstand vermag den gelungenen Song aber nur bedingt zu schmälern. Tolle Gitarrenarbeit von Thomas Bäcker und Jens T. Hahn sowie der starke Gesang sorgen für viel Freude.

Nochmal stärker wird es dann mit dem Highlight des Albums: „28 Days“. Irgendwo schwirren mir hier zwar recht deutlich Nevermore durch den Kopf, aber der Song ist ein weiteres Meisterwerk in der Bandgeschichte. Etwas verträumt, aber dennoch leicht progressiv melodiös verspielt, bohrt sich der Song tief ins Gedächtniszentrum, auch wenn gerade zum Ende hin der defizitäre Schlagzeugsound stärker durchdringt.

„Liar“ soll dann wohl die härtere Seite der Band aufzeigen. Mit Keyboards und Samples wird der Song eher unglücklich eingeleitet, bevor dann nach knapp einer Minute der Powerregler deutlich nach oben gedrückt wird. Die Keyboards brechen immer wieder mal durch und wollen irgendwie zu hochtönig eher stören als gefallen. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

„Code Of Decadence“ beginnt mit Klavier und Marcs Stimme, was eine gelungene Combo darstellt. Guter Song, der aber leider nicht im Gedächtnis hängen bleibt und ich kann nicht sagen, warum das so ist, aber irgendwo fehlt da etwas. Da kann auch das von der Bassdrum gestörte, ruhigere melodischere Mittelstück nur bedingt punkten.

„N.G.S.“ streicht dann wieder die härtere Seite der Combo heraus. Das leicht orientalisch angehauchte Stück scheint auch eine gewisse Judas PriestNevermore Verbindung in den Favoriten aufzuzeigen. Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Richtung ist.

„Pay High, Fly Low“ ist dann der Anti-Drogen-Song der Band. Deutlich rockender und mit einem gelungenen Refrain ausgestattet, kann er punkten. Schade, dass da auch das Keyboard mal wieder für kurze Zeit stärker in den Vordergrund tritt.

Da kann „Lines In The Sand“ nicht mithalten. Musikalisch zwar solide gezockt, schafft es der Song aber nicht, die nötige Gedächtniszentrumsaktivierung zu bewältigen. Irgendwie hat man auch immer das Gefühl, dass beispielsweise das Keyboard unbedingt kurz mit eingebunden werden musste, denn auch hier darf es sich kurz im Vordergrund im Rampenlicht präsentieren, bevor ein Gitarrensolo einsetzt. Hört sich nicht wirklich immer songdienlich an.

„Living On The Edge“ kann da schon etwas mehr bieten. Armin Schmidt unterstützt die Rhythmussektion mit tadellosem Bassspiel, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gelungene Breaks und der fortwährend starke Gesang von Marc M. Lemler sorgen für gute Laune beim Hörer. Der progressive Anteil an der Musik wurde hier auch wieder ein wenig angehoben.

„Oblivion“ ist dann der Bonus-Track der CD, wobei ich jetzt nicht weiß, wo denn die Disc ohne diesen Song ausgeliefert wird. Ob man nun eine Ballade unbedingt ans Ende einer CD stecken sollte, bleibt wohl fraglich. Aber irgendwie wird auch deutlich, warum man den Song vielleicht als Bonus-Track betitelt: Er passt überhaupt nicht in das musikalische Konzept. Hinter absolut grausigen synthetischen Klängen versucht Marc das schon eingeheimste Lob wieder zu zerstören. Hier wird versucht, etwas seltsam Anmutendes, Softes abzuliefern, welches dann in einem eher negativen Ende für die CD endet. Leider der Totalausfall der Scheibe.

Fazit: Nach dem bärenstarken „Soul Reducer“ kann man das Album schon ein wenig als Enttäuschung bezeichnen. Aber das liegt auch zu Großteilen am Sound. Das Schlagzeug klingt nicht unbedingt optimal und die Keyboards beginnen teilweise zu stören, da sie sich nicht harmonisch in den Gesamtsound integrieren. Dagegen sprechen die meistens perfekte Gitarrenarbeit und der tolle Gesang.

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