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Infiltraitor: Shadows

Groovend und melodisch
Wertung: 7.5/10
Genre: Alternative Metal(core)
Spielzeit: 23:57
Release: 15.01.2009
Label: Tenspeed

Immer wieder gibt es vielversprechende junge Bands mit genügend Engagement, die ganz klein anfangen, es aber schnell schaffen sich ihren Erfolg zu verdienen – so auch bei der jungen Truppe Infiltraitor, die ihr erstes Release, die Debüt-EP „Shadows“, von niemand anderem als Jonas Kjellgren, Gitarrist der Schweden Scar Symmetry mixen ließen – dementsprechend bietet die 5-Track-Scheibe einen druckvollen und perfekt ausgeglichenen Sound von schweren Gitarren, verspielten Soli, treibendem Drumming, gelungener Begleitung am Keyboard sowie beeindruckenden Gesang, was zusammen in etwa nach einer etwas Core-lastigen Version der Deathstars klingt.

 „Shadows“ heißt der Opener, der mit atmosphärischen Keyboardklängen, die sogleich von energetischen Riffs mit viel Groove und Doublebass-orientiertem Drumming unterstützt werden und gemeinsam auf einen klar gesungenen Refrain hinarbeiten, in dem der Sänger mit einer angenehm rauchigen Stimme besticht, die EP eröffnet. Zum Ende hin wechseln sich Growls mit mitreißendem Gesang ab und der Song explodiert mit shreddernden Gitarren und wuchtigen Drums. Der zweite Song „The Deceiver“ besticht zu Anfang mit einer enorm einprägsamen Gitarrenmelodie, die später im Song noch einige Male aufgegriffen wird, ohne jedoch langweilig zu werden.

Die Core-Einflüsse zeigen sich vornehmlich beim dritten Stück „Fortified“, welches im Refrain sehr tragend wirkt und sich durch hervorragende, polyphone Gitarrenarbeit auszeichnet. Auch mit dem nächsten Song spürt der Hörer deutlicher als zuvor diese Einflüsse, die sich in eindeutig aufs Moshen ausgelegten Parts zeigen. Der für Metalcore heutzutage so unübliche Gesang bildet einen angenehmen Kontrast, denn diese rauchige Stimme wäre viel eher im Hard Rock beziehungsweise Alternative Rock einzuordnen. Die gesungenen Melodien sind sehr einprägsamen und werden mit Sicherheit dem ein oder anderen gefallen, besonders der letzte, softeste Song „The End“, der fast komplett ohne Growls oder Screams auskommt, ist hinsichtlich Gesang und Umsetzung sogar ohne Probleme charttauglich, denn diese Art von Gesang und melodischer Musik kann ich mir auch sehr gut im Radio vorstellen.  Wie man immer wieder an dem perfekten Zusammenspiel von Melodie wie Harmonie mit Groove und treibenden, aggressiveren Elementen erkennen kann, sind die übrigen Musiker nicht minder talentiert als der Sänger und bieten eine solide Grundlage für den fesselnden Gesang.

Die Stärken von Infiltraitor (MySpace) liegen ganz klar bei den groovenden Riffs und auch die Keyboards sind enorm stimmungsvoll eingesetzt, so begleiten die synthetischen Klänge die Songs nicht immer mit ein und denselben Streichern, wie es bei vielen anderen Bands leider immer wieder der Fall ist, sondern mit abwechslungsreichen, geschickt in den Song eingeflochtenen Melodien und stimmungsvollen Arrangements. Jeder Fan von härterem, anspruchsvollem Alternative Rock und Bands à la Adema, LostProphets oder den Infiltraitor etwas ähnlicheren, härteren Deathstars macht hier bestimmt nicht viel verkehrt.

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