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Infected Authoritah: Shadows In Me

Vorsicht: Infektionsgefahr!
Wertung: 7.5/10
Genre: Melodic Death Metal / Thrash Metal
Spielzeit: 23:29
Release: 10.12.2011
Label: Eigenproduktion

Die Oberfranken Infected Authoritah gibt es noch nicht so lange. Im Jahr 2008 hat sich die Gruppe aus Mitgliedern einer anderen Gruppe rekrutiert. Nach zwei Besetzungswechseln und im Jahr 2011 angekommen, hat das Quintett ihre erste EP veröffentlicht. „Shadows In Me“ bringt es auf fünf Songs und rund zwanzig Minuten Spielzeit. Während dieser fünfzehn Minuten geht es ordentlich zur Sache. Die Musik ist irgendwo zwischen Slayer, Kreator und neueren In Flames anzusiedeln. Zwischen diesen drei Eckpfeilern schwingt die Mucke von Infected Authoritah recht frei umher, was bei jedem Lied unterschiedliche Mischungsverhältnisse zur Folge hat. Eines haben jedoch alle Songs gemeinsam: Sie haben jede Menge Power. Die recht groovige Nummer „Dead Man’s Song“ ist ein recht gutes Beispiel hierfür. Das Lied spielt sich größtenteils nicht im Up-Tempo-Bereich ab, aber durch die fesselnden Riffs bleibt das Stück immer in Bewegung. Die Gruppe kann aber auch ganz schön böse. „The Shadows In Me“ rumpelt mit brachialen Blastparts und zweistimmigen Gitarrenläufen um die Ecke. Einen weiteren bemerkenswerten Punkt hat die Band in Fronter Gizmo. Dieser sieht im ersten Moment zwar ein bisschen so aus, als könnte er keiner Fliege etwas zuleide tun, aber wehe er macht den Mund auf. Von Mille-ähnlichem Kreischgesang bis zu ultratiefen Growls reicht das Repertoire des Shouters. Dabei wirkt Gizmo auch immer sicher und vermittelt nie den Eindruck, als wäre er irgendwann während der Aufnahmen an seine Grenzen gestoßen. Die Rhythmussektion, bestehend aus Schlagzeuger Andreas und Bassistin Steffi, gibt dann der Musik von Infected Authoritah noch die richtige Basis. Während sich der Trommler immer wieder durch interessante Spielereien in Szene setzt, konzentriert sich Steffi meist auf das Wesentliche und groovt konstant und sauber vor sich hin.

Der Sound auf der Platte ist für eine Eigenproduktion schon recht ansehnlich. Der Bass drückt fett von unten und der Gesang klingt sauber und klar. Dem Schlagzeug und den Gitarren hätte man allerdings ein bisschen mehr Brillanz geben können.

Alles in allem hat die Gruppe natürlich das Rad nicht neu erfunden und wird sich auf ihrem Weg gegen sehr viele ähnliche Bands behaupten müssen, aber ein solides Fundament kann man der Combo attestieren. Fans, die auf anständigen und bodenständigen Thrash Metal stehen, sollten hier unbedingt einmal ein Ohr riskieren.

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