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Indyus: Ashes Of Dystopia

Lohnenswertes Debüt - reinhören empfohlen
Wertung: 7.5/10
Genre: Death/ Thrash Metal
Spielzeit: 40:20
Release: 28.11.2009
Label: Eigenproduktion

Bei Indyus handelt es sich um eine vierköpfige Truppe aus Innsbruck/Österreich, die sich einen modernen Mix aus Thrash und Death Metal auf die Fahnen geschrieben hat. „Wow, das ist ja mal etwas ganz Neues“, höre ich euch schon ironisch einwerfen. Ich gebe zu, dass es mir zunächst ähnlich ging, als ich das nicht gerade sehr kreative Cover von „Ashes Of Dystopia“ gesehen habe. Aber solange der Inhalt stimmt, kann man darüber sicher leicht hinweg sehen.

Das Intro „Into Eternity“ ist recht irreführend, denn nach diesem relativ (!) pompös-melodischen Beginn erwischt einen die Old-School-Attacke „Ashes Of Dystopia“ erstmal direkt auf dem falschen Fuß. Eher thrashig als im Death Metal verankert stampft der Titeltrack erstmal alles platt, was sich ihm in den Weg stellt. Und das tut er verdammt nochmal richtig gut. Man kann sich den Songverlauf leicht vorstellen, der Gesang ist wahrlich nicht sehr abwechslungsreich und ihre Einflüsse können die Österreicher auch nicht verhehlen. Aber: Mit entsprechendem Enthusiasmus kann man vieles wieder wett machen - und der ist hier ohne Zweifel vorhanden.

Bei „Altared Apes“ erschließt sich mir der Titel zwar nicht, aber die „Hells Bells“-artigen Glockenschläge haben schon etwas für sich. Im Großen und Ganzen verändert sich die Marschroute nicht wirklich, lediglich die Gesangslinien erscheinen mir etwas variabler. Das ist auch wichtig, denn der Gesang an sich passt zwar, variiert aber wenig. Ein wenig Stagnation ist also erkennbar.

Indyus vermeiden aber glücklicherweise den Fehler, das gesamte Album komplett durchzubolzen, was in den meisten Fällen sehr schnell ermüdend wird. Stattdessen packen sie mit „Theories“ ein Groovemonster in bester Bolt-Thrower-Tradition auf ihr Album. In Zeiten, in denen die Briten immer noch auf ein neues Album warten lassen, gefällt das umso mehr. Das nächste Experiment „The Dilemma“ folgt direkt im Anschluss und weiß mit melodischen Gitarren, Sprechgesang und abwechslungsreichem Songwriting innerhalb von gut drei Minuten zu gefallen.

Der Rest des Albums bietet mit „Burial Time“ lediglich einen Song, der nicht zu überzeugen weiß. Das liegt vor allem daran, dass sich einige Lieder untereinander doch zu sehr ähneln und bei „Burial Time“ fehlen einfach die prägnanten Melodien und Riffs. Dafür bietet der Rest des Materials weitere Old-School-Kost vom Feinsten, deren Einflüsse sich klar auf den Thrash der 80er und den (amerikanischen) Death Metal der frühen 90er beziehen. Dass das dennoch nicht langweilig wird, liegt vor allem an der immer wieder aufblitzenden tollen Gitarrenarbeit und dem leicht vertrackten Songwriting.

Fazit: Wir haben alle schon kreativere Death/Thrash Platten gehört, ohne Frage. Wir haben aber auch schon alle Death/Thrash Platten gehört, die so nahe an ihren Vorbildern kleben, dass man sich fragt, warum die Musiker sich überhaupt die Mühe machen, ihre Klonprodukte aufzunehmen. „Ashes Of Dystopia“ von Indyus ist zwar keine herausragende Platte geworden, aber ein interessantes Lebenszeichen einer jungen Band, die sich damit hoffentlich ein wenig aus der Masse hervorheben kann. Reinhören empfohlen!

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