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In The Name Of Nothing: The Grand Illusion

Leider nur zu 1/8 überzeugend
Wertung: 4/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 41:13
Release: 27.04.2013
Label: Eigenproduktion

Die Story mutet faszinierend, gar postapokalyptisch an: In einer Welt, die von dem verheerendsten Krieg aller Zeiten gebeutelt wurde, machen sich die letzten Überlebenden in verbotene Zonen auf, um Hilfe zu finden. Auch das Cover passt gut dazu: Ein Baum, dessen Geäst in einen Kelch voller Blut und Munition mündet, der Hintergrund flammend orange, die Erde verbrannt – dergestalt optisch und lyrisch ausgetüftelt kommt die Debütlangrille der Hamburger In The Name Of Nothing daher. „The Grand Illusion“, so der Titel, wartet laut Band mit einer Mischung aus melodischem und klassischem Todesmetall auf – Midtempo-Groove meets Riffraserei.

So vollmundig das alles klingen mag, ist doch die beste Story und das beeindruckendste Cover nichts, ohne die eigentlich im Vordergrund stehende Musik. Bei den Nordlichtern dürften sich an selbiger die Geister scheiden – den Einen sagt die tatsächlich recht klassische Mischung zu, die anderen finden das, was die vier Herren da auf Platte gebannt haben, eher fad und dröge.

Nach den ersten Durchgängen neigt man eher zu letzterer Meinung. Zwar haben die Jungs das schon instrumental leicht monotone Geschredder und die Death-Growls mit Klargesang aufgelockert, der passt aber weder stimmlich noch rhythmisch so richtig ins Gesamtbild. Man stelle sich Farmer Boys-Sänger Matthias Sayer an einem schlechten Tag vor – dann hat man in etwa das, wonach die klaren Vocals hier größtenteils klingen. Dazu sind die Passagen, in denen klar gesungen wird, meist durchzogen von irritierenden Tempowechseln oder sphärisch anmutenden, aber eher nervenzermürbenden Instrumentalparts.

Der Opener mit dem Titel „The Challengers“ bietet zu Beginn noch strammes Riffing und mit leichtem Hall versetzte Growls. Der Sound lässt allerdings schon ein wenig zu wünschen übrig, wirkt etwas zu dünn, ähnlich wie der Klargesang. Die Leadgitarre kann dann zwar ein paar Punkte sammeln, aber auch hier hätte man sich eine Portion mehr Druck gewünscht.

In ähnlichem Tenor geht es weiter. Tracks wie „Beyond The Storm“ fangen zwar ganz gut an, versumpfen im Verlauf aber wahlweise in steigender Monotonie oder in experimentelleren Passagen, die nicht so recht zusammenpassen wollen. „Down To Earth“ lässt einen dann wegen des sehr gewöhnungsbedürftigen Klargesangs im Intro aufhorchen, der zudem reichlich abrupt von den typischen Growls abgelöst wird, die sich zwar mit einer netten Leadgitarre verbrüdern, ansonsten aber wenig Neues bieten.

„Days Of Anguish“ schürt dann mit einem recht brachialen Einstieg wieder neue Hoffnung – vielleicht kriegen die Jungs ja doch noch die Kurve. Tatsächlich kommt die Truppe hier weitestgehend ohne störende Intermezzi aus, liefert im Gegenteil ein solides Death-Metal-Stück ab.

Damit hat es sich dann aber schon. „The Grand Illusion“ kann nur in sehr kleinen Dosen genossen werden und auch nur eines der acht Stücke überzeugt als Ganzes. Für mehr als vier Punkte reicht das leider nicht.

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