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In Slumber: Scars Incomplete

Ganz großes Kino!
Wertung: 10/10
Genre: Melodic Death Metal , Thrash Metal
Spielzeit: 44:23
Release: 23.03.2007
Label: Massacre Records

In Slumber aus Österreich haben mich mit ihrem neuen Album “Scars Incomplete” schlichtweg aus den Socken gehauen. Schon das Debüt „Stillborn Rebirth“ um Eisblut-Gitarrist und Thirdmoon-Mastermind Wolfgang Rothbauer sahnte bei den Magazinen 2003 gewaltig ab … kaum auszudenken, was nun mit dem zweiten Werk los sein wird…

Allerdings sollte man der Presseinfo nicht alles Gedruckte blind glauben. Ich würde nämlich die genannten Metalcore-Elemente ganz streichen und stattdessen lieber vereinzelte Thrash-Elemente erwähnen. Und Dark Metal …na ja, hab ich jetzt auch nicht so wirklich heraushören können … aber sei´s drum … Hauptsache, es ist geil … und DAS ist es!

In Slumber schaffen es, in ihrem Material mächtig harte Passagen mit wunderschönen Melodien zu paaren, wie ich es bislang in dieser Perfektion nur von finnischen Bands kannte. Umso mehr beeindruckt mich nun das Album mit all seiner Vielfältigkeit. Ob es nun die knüppelnden Passagen sind, die dann den groovenden Momenten gegenüberstehen oder auch die unvergesslichen Riffs und nicht vergessen wollen wir schliesslich diese geniale Melodieführung in den Stücken in Form von klasse Leads und noch geileren Soli, die mich erstens schwärmen lassen und mich schliesslich auch an meine finnischen Lieblingsbands Insomnium oder auch Noumena denken lassen.

Nach dem kurzen Intro von „Seduce My Sentenced Pain“ wird der Hörer direkt gefangen genommen von den o.g. unvergesslichen Riffs und genialen Melodien, die in perfektem Einklang stehen mit dem knallharten Grundtenor des Songs und die man so schnell nicht wieder aus dem Schädel bekommt. Verdammt starker Einstieg in das Album!

Und es kommt noch besser … „One Bullet For One Aeon” folgt gleich auf dem Fusse ... welch eine Power dieser Song transportiert … Die Melodien sowie auch das Solo ab ca. 2:31 haben etwas derart Ergreifendes und auch Powervolles, dass ich als weibliches Wesen vollkommen hin und weg bin. Voll auf die Zwölf gibt dann im Anschluss bei “Hate Dominated”. Hier hört man neben wieder mal geilen Melodieläufen auch Thrash-Elemente heraus, was dem Song noch eine Spur mehr Aggressivität gibt und der übrigens äusserst prädestiniert dazu ist, gnadenlos den Schädel zu bewegen.

“My Pain Shall Be Done” ist ein weiterer Song, in dem In Slumber einmal mehr einfach alles richtig machen und alle Elemente, die ich eingangs schon erwähnte, perfekt miteinander verweben. Auch „All Demons Entwine Me“ knallt dermassen, dass weiterhin keine Entspannung der schon jetzt recht strapazierten Nackenmuskeln in Sicht ist. Für die Leadmelodien lass ich alles stehen und liegen …wahnsinnig klasse!

„In Pain” ist etwas langsamer gehalten, bietet dafür aber klasse Gitarrendoppelläufe sowie ein sehr gutes Solo gegen Songende. „Newborn Deathchild“ ist ein Hammersong vor dem Herrn, der eine unheimliche dichte Präsenz zeigt. Der Titelsong „Scars Incomplete“ bewegt sich in Sphären des gezügelteren Tempos. Aber nicht zuletzt dank der mitreissenden Melodien ist auch dieser Song den Jungs wieder astrein gelungen.

“Snow Bleeding Summer” kommt recht groovy daher, aber auch dieser Song fällt hier nicht aus dem hochwertigen Rahmen und reiht sich nahtlos in die Klasse der restlichen Songs ein. Das kurze Solo gegen Songende gibt mir Melodie-Freak mal wieder den Rest …

Und wer sich spätestens bei dem thrashigen „Virus Embraced“ noch nicht mit der Mucke von In Slumber infiziert hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Danke für diesen erstklassigen Song, Jungs! Das letzte gewaltige Pfund kommt in Form von „Passion Stabwound“ – ich kann einfach nur sagen, dass ich diesen Song für schlichtweg perfekt halte. Punkt!

Die Produktion knallt ohne Ende – wunderbar fett und sehr präsent kommen die Songs aus den Boxen und man kann alle Instrumente klar heraushören. Peter „Ziggy“ Siegfriedsen und Tue Madsen haben hier erstklassige Arbeit geleistet und diese super Songs in nahezu perfektem Licht erscheinen lassen.

Fazit: Ich weiss echt nicht, was die Jungs noch besser machen könnten … SO stelle ich mir modernen Melodic Death Metal vor! Ich habe nun mit In Slumber eine neue Lieblingsband bekommen, ihr bekommt von mir dieses Hammeralbum auf Rezept und die Jungs von In Slumber bekommen dafür nichts anderes als Punkte.

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