Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

In Mourning: Shrouded Divine

Erstklassig! Viel gibt es da nicht zu sagen
Wertung: 9.5/10
Genre: Progressive Melodic Death Metal
Spielzeit: 46:37
Release: 02.01.2008
Label: Aftermath Music

Das schwedische Falun ist die Wiege der Musiker Tobias Netzell (Gitarre, Vocals), Björn Petterson (Gitarre), Tim Nedergård (Gitarre), Pierre Stam (Bass) und Crille Netzell (Drums). Die Jungs haben sich Melodic Death Metal auf ihre Fahne geschrieben. Aber das wäre ja langweilig, wenn das schon alles wäre. Nein, die Jungs sind weitaus kreativer, versetzen sie ihre Mucke doch mit progressiven Elementen, packen neben deftigen Growls in ihre Songs auch Parts mit richtig schönem Klargesang. Zudem geben sich ruhige, gar relaxte Parts die Klinke in die Hand mit Momenten, in denen es so richtig todesmetallisch auf die Mütze gibt. Heraus kommt dabei ein ungemein abwechslungsreiches Werk mit allen Facetten, die das Hören des Albums hörens- und liebenswert machen. Dabei ist „Shrouded Divine“ die erste Full Length der Jungs … aber WAS für eine …

Der Titeltrack „The Shrouded Divine“ leitet den Hörer auch von Anfang an auf die richtige Fährte – es geht hier deftig zur Sache, aber man zeigt auch seine progressive Seite. So bekommt der Song etwas ungemein Vielfältiges; macht das Stück noch interessanter, je öfter man es hört. Jedes Mal meint man, während des Hörens etwas Neues zu entdecken. Sehr intensives Stück, welches zum Ende hin noch eine Überraschung aus dem Ärmel zaubern kann. Etwas, womit ich nicht gerechnet hätte: Zum Schluss hin wird mit klarer Stimme ganz ruhig gesungen. Begleitet wird das Ganze von relaxten Tunes.

„Amnesia“ haut eingangs recht proggi und mit Growls auf den Putz. Eine Kombination, die ihresgleichen sucht und sich keineswegs hinter Bands wie den in der Presseinfo aufgeführten Opeth oder In Flames verstecken muss. Das haben die Jungs nun mal gar nicht nötig. Die orientalischen Tunes treffen mein Geschmackszentrum hundertprozentig und geben dem Stück ein ganz besonderes Flair … wah, wie geil! Ganz im Gegenteil zum Songtitel wird man diesen Song so schnell gar nicht mehr vergessen.

Es scheint fast so, als würden sich die Jungs mit jedem Song des Albums steigern, denn das folgende „In The Failing Hour“ gefällt mir noch besser als die zuvor gehörten. Erst noch im Midtempo angesiedelt, nimmt das Teil dann im Refrain ganz amtlich an Fahrt auf. Sogar die Doublebass wird noch ausgepackt. Ein sehr variantenreiches Stück, welches die Klasse der Schweden bestens in Szene zu setzen vermag.

„By Others Considered“ lässt eine neuerliche Steigerung zu den anderen Songs erkennen. Unglaublich, wie die Jungs das hinkriegen…Das Gitarrensolo lässt jetzt so etwas wie Melancholie aufkommen … herrlich! Das Tempo wird erheblich gedrosselt, bis wir uns in Doom-Gefilden befinden und die Gitarre zu einem neuen Solo ansetzt – das ist der Moment, wo man sich einfach treiben lassen kann. Daraufhin gibt es wieder diese klare Männerstimme zu hören. Passt supergenial und klingt einfach wunderschön. Das folgende, fast verhalten klingende Thema bekommt man in den folgenden Tagen so schnell nicht wieder aus dem Kopf. Auch genial, wie die Jungs hier wieder den Sprung geschafft haben, denn ab hier wird wieder in bester Death Metal-Manier gegrowlt.

Ein Melodic Death Metal-Stück entschlüpft folgt mit „Grind Denial“ und auch hier kombinieren die Jungs wieder knüppelige Härte mit Prog-Läufen und wunderbaren Melodiebögen, die man nur lieben kann. Trotzdem ein Song, der zwar nicht schlecht ist, aber im Vergleich zu den anderen Hammersongs des Werkes doch ein bissel abfällt. Gitarrenklänge läuten den nächsten Song „The Art Of A Mourning Kind“ ein … mir wird vor Melancholie eingangs das Herz ganz schwer. Im weiteren Verlauf haut der Song wieder richtig auf die Kacke, wie es sich für Melodic Death Metal gehört.

Und dann kommt es, mein absolutes Lieblingsstück des Albums. Es ist „The Black Lodge”. Hört euch nur mal das Intro des Songs an, dann wisst ihr, warum ich diesen Song so liebe! Die Melodieführung dieses Songs ist die beste des kompletten Albums … ich könnte stundenlang nur diesen einen Song hören. Und dazu die Growls … ein unendlich geiler Song, wirklich! Ich verfalle hier in hemmungslosem Schwärmen, aber ich finde, dies absolut zu Recht. Und ab dem Moment, wo das ruhige Gitarrensolo einsetzt, ist es dann ganz geschehen um mich und ich bekenne: JA, ich liebe diesen Song!

Den Kreis schließt dann „Past October Skies (The Black Lodge Revisted)“. Eine logische Fortsetzung des Vorgängersongs, die verdammt noch einen auf denselbigen draufzusetzen vermag. Etwas derart Vollkommenes, Schönes, Einzigartiges und Perfektes zu hören, ist wirklich nicht selbstverständlich und daher etwas ganz Besonderes! Ich kann einfach nur in Lobeshymnen verfallen, denn alles anderes würde dieser Musik nicht gerecht werden.

Die Produktion holt aus allen Instrumenten sowie aus dem Stimmorgan das Beste heraus bzw. rückt alles in das perfekte Licht. Keinerlei Punkte, an denen man zu einer Kritik ansetzen könnte.

Fazit: Ich hätte nicht gedacht, dass Prog und Melodic Death Metal derart genial eine Symbiose eingehen können. Aber hier hat man eine gute Dreiviertelstunde Zeit, sich genau davon zu überzeugen. In Mourning können mit „Shrouded Divine“ ganz groß rauskommen!

comments powered by Disqus

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann