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In Mourning: Monolith

Was denn nun?
Wertung: 3/10
Genre: (Progressive) Melodic Death Metal
Spielzeit: 57:04
Release: 25.01.2010
Label: Pulverised Records

In Mourning - das ist so ein Fall für sich. Nach geschlagenen fünf Demos und einem Album, kommen die Schweden nun mit ihrer neuen Scheibe "Monolith" zurück in die Plattenläden.

Diese drei (!) Gitarristen starke Band betont, dass sie originelle Musik anstrebt. Zugegeben, das ist sie tatsächlich. Sogar so originell, dass bisher verborgen bleibt, welche Musikrichtung das alles eigentlich verkörpern soll. So zusammengewürfelt wie die Truppe nämlich auf manchen Bandfotos wirkt, so jonglieren sie auch mit den verschieden Stilen. Schon bei „For You To Know“, dem ersten Lied des Albums, bekommt man ihre gesamte Bandbreite präsentiert und bei dem Titel scheint es schon fast so als ob das auch genau das ist, was die Intention für dieses Lied war: ein Rundumschlag. Die Gitarren wechseln zwischen schrammeligem (Melodic) Death Metal und stakkatoähnlichem Industrial Metal hin und her, während die Leadgitarre immer mal wieder eine progressive, aber meist zu oberflächliche Melodie darüber legt. Sänger Tobias Netztell variiert seinen Gesangstil von nicht ganz gelungenen Growls über cleanen guten Rock- und Industrial-Geschrei bis hin zu (oh ja!) ansatzweise gerapptem Nu-Metal. Wer soll da noch mitkommen?

Aus diesem Grund fällt auch eine Einordnung in ein Genre sehr schwer. In Mourning selber bezeichnen sich als Melodic-Death-Metal-Band. Da dieses Genre durchaus (auch!) vertreten ist und aus Ermangelung einer passendereren Bezeichnung seitens der Redaktion belassen wir es dabei, weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass dieser Begriff als relativ anzusehen ist.

Einerseits zeigt diese Band, dass sie durchaus verschiedene Stile beherrscht und für sich genommen sind die einzelnen Abschnitte auch technisch sehr nett, wenn auch etwas seelenlos. Andererseits zeugt dieses Album aber dermaßen von Inkonsequenz, dass der Hörer bei manchen Liedern einfach abdreht. Ungeduld, Reizbarkeit und sogar ein klein bisschen Aggression sind also leider keine Gefühle, die man in der Musik wieder erkennt, sondern Reaktion darauf wie lange man diese Platte noch hören muss.

Dabei gibt es durchaus wirklich gute Abschnitte, die Potential verraten: „The Smoke“ beispielsweise präsentiert einen überzeugenden Progressive Death Metal an, der zwar wie eine Opeth-Kopie klingt, aber das muss man wohl auch erst einmal können. Leider schaffen es In Mourning auch hier, ihre „Originalität“ auszuspielen, indem sie mittendrin eine kitschige, oberflächliche Ballade einbauen – Atmosphäre zerstört, fertig!

So ist das Hörerlebnis gekennzeichnet von „Warum nur? Das war eben so gut“- und „Oh Gott, nein! Bitte nicht“-Erlebnissen, deren auch eine gewissen Originalität  anhaftet, wenn man so will, aber ob das die Band damit meinte? Man meint, dass In Mourning versuchen, für jeden im Metal-Bereich etwas zu bieten und in der Tat sagen sie selber, dass eins ihrer Ziele ist, eine breite Hörerschaft anzusprechen. Leider geht dies nach hinten los, denn was nach dem Motto „für alle etwas“ aufgezogen ist, bietet im Endeffekt „für niemanden etwas Ganzes“.

Einziger Trost: Zum Ende der Platte hin wird es besser. Wo andere Bands langsam abbauen, tun diese In Mourning... auch, zumindest wenn man ihre motiviert sprunghafte Art als Stärke ansieht. Auf den Hörer wirken aber diese einheitlicheren Lieder gleich entspannender und wenn man von der Fast-Food-Metal-Grundstimmung mal absieht, ist es eigentlich ganz ok.

Wenn man an diesem Punkt der CD aber endlich angekommen ist, ist man schon so gelangweilt und genervt, dass erst einmal eine Pause eingelegt werden muss, bevor man diesem Album noch eine zweite Chance gibt.

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