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In Honour Of Icon E – A Tribute To Emperor

Ausnahmsweise mal eine sinnvolle Tribute-Scheibe
keine Wertung
Genre: Black Metal/Progressive Black Metal
Spielzeit: 80:22
Release: 22.06.2012
Label: Candlelight Records

Emperor zählen unangefochten zu den am meisten beachteten Black-Metal-Bands überhaupt – und das völlig zu Recht. Nur sehr wenige Bands haben ihre Musikszene so intensiv mitgestaltet wie die Norweger. Aus diesem Grund wurde der Band nun auch ein Sampler gewidmet, der hauptsächlich mit Bands aus Nord- und Osteuropa besetzt ist. Dabei mischen sich Szenegrößen wie Taake oder Setherial mit eher unbekannten Bands wie zum Beispiel Necrodeath.

Die Interpretationen der Songs fallen sehr unterschiedlich aus. Einige Lieder sind sehr dem Original entsprechend reproduziert worden und andere wurden mit viel Eigeninitiative so weit verändert, dass sie sich anhören als hätte die covernde Gruppe das Stück geschrieben.

Herausragendes Beispiel hierfür ist „With Strenght I Burn“ von Ancestral Volkhves. Die Nummer wurde so weit umgeformt, dass sie dem eigentlichen Stil der Slovaken schon sehr nahe kommt. Dabei wurden große Teile der Lyrics sogar in die Landessprache der Band übersetzt. Helheim fahren mit ihrer Version von „Witches Sabbath“ eine andere Schiene. Das Stück wurde sehr originalgetreu aufgenommen und dabei mit einem wesentlich besseren Sound versehen als ihn die Vorlage zu bieten hat. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Nummer „Curse You All Men!“ von Saltus. Zwar ist die Aufnahme im Original schon nicht schlecht, die Coverversion ist aber noch einmal deutlich druckvoller.

Mesmerized schlagen mit ihrer Version von „Empty“ noch mal eine ganz andere Richtung ein. Das Stück wurde sehr Death-Metal-lastig ummodelliert und die Growls bieten einen starken Kontrast zu den Vocals beim Original. So klingt „Empty“ gleich völlig anders und die Aussage scheint sich auch schlagartig zu verändern. Wieder relativ nahe am Ursprungslied ist dann „The Loss And Curse Of Reverence“ von Crionics. Hier werden die schwarzmetallischen Wurzeln wieder sehr deutlich hervorgehoben. Ein etwas besserer Sound hätte dem Stück aber sicherlich nicht schlecht getan.

Gesamt betrachtet bietet die Compilation einen schönen Einblick in das Schaffen der Ausnahme-Black-Metal-Band Emperor Auch wenn die Coverversionen teilweise recht weit vom Original abweichen, kann man sich als unerfahrener Hörer einen schönen Eindruck von der Wucht und Mächtigkeit der Kompositionen der Norweger verschaffen. Black-Metal-Anhänger, die die Geschichte der Gruppe miterlebt haben, können hier eine kurzweilige Zeitreise in fast alle Epochen der Band um Samoth und Ihsahn erleben. Dabei erhält man dann sogar noch die Möglichkeit, die bekannten Stücke in einem neuen Licht zu betrachten.

Jeder, der auch nur irgendwie etwas mit Emperor anfangen kann, sollte zumindest einmal in den Rundling reinhören. Es könnte sich lohnen.

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