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In Flames: Lunar Strain

Der Grundstein für eine großartige Karriere
Wertung: 8.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 36:45
Release: 01.12.1993
Label: Wrong Again Records

Als sich die damals vier Musiker von In Flames 1993 in das Studio Fredman in Göteburg begaben, um das Album „Lunar Strain“ aufzunehmen, konnte niemand erahnen, welche Karriere der Band bevorstehen sollte. Aus Ermangelung eines eigenen Sängers wurde kurzerhand Mikael Stanne von Dark Tranquillity für den Mikroposten verpflichtet. 

Mit „Behind Space“ befindet sich als Opener gleich einer der Bandklassiker schlechthin auf der Scheibe, der sich sehr viele Jahre lang fest im Liveset der Band halten konnte. Die schnelle, fast schon am Black Metal schrammende Nummer erlebte sogar im Jahr 1999 eine Neuafnahme auf der Scheibe „Colony“. Doch auch viele der anderen Stücke dürfen durchaus als wegweisend, wenn auch aus heutiger Sicht untypisch für die Band gelten. 

„Lunar Strain“ ist mit Sicherheit eines der (wenn nicht das) abwechslungsreichste Album der Band. Neben dem Gastsänger kommen gleich noch zwei Gastmusikerinnen und ein weiterer Gastmusiker zum Zuge. Der wohl heute bekannteste der Mitwirkenden ist der Hammerfall-Gitarrist Oscar Dronjak. 

Auffälliger ist aber das Mitwirken der beiden Frauen. Jennica Johansson ist verantwortlich für die Stimme auf „Hårgalåten“, einer sehr traurigen, weiten Ballade. Dieser Song ist wohl heute noch einer der ungewöhnlichsten, den die Band jemals verfasst hat. Das in ihm enthaltene Gitarrensolo ist charakteristisch für die erste Veröffentlichung der Skandinavier. Nie wieder später wurden ähnliche Elemente verwendet. 

Der nachfolgende, selbstbetitelte Song ist kein Stück weniger ungewöhnlich. „In Flames“ präsentiert sich als reiner Akustik-Instrumental-Song. Solche Titel sollten auf den folgenden Alben noch ein paar mal zu finden sein, später starben diese Songs auch fast vollständig aus.  

Noch gesondert erwähnenswert ist die Nummer „Upon An Oaken Throne“. Das Stück stellt neben den bereits erwähnten Liedern noch eines der kraftvollsten auf „Lunar Strain“ dar. Die restlichen Tracks bewegen sich alle im Bereich interessant bis hochinteressant.  

Der Sound der Scheibe ist für Anfang Neunziger nicht schlecht, und das obwohl die Band selber hinter dem Mischpult stand. Wenn sich jemand als Fan der Band bezeichnet, dann darf der erste Gehversuch der Schweden nicht im CD-Regal fehlen. Die Musik ist gut und noch sehr unbefangen; dafür fehlt der Scheibe allerdings noch ein bisschen der rote Faden - Kinderkrankheiten eben. Jedenfalls konnten In Flames mit der CD genug Aufsehen erregen, um international beachtet zu werden, wenn auch erst ein Jahr nach Veröffentlichung des Silberlings.

Inzwischen wurde das Album zwei mal neu aufgelegt. Im Jahr 2004 kam eine Neupressung mit vier Bonussongs und im Jahr 2010 erschien das Album in einer auf 3000 Stück limitierten Box abermals. 

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