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In Flames: Colony

Ab hier beginnt der kometenhafte Aufstieg
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 41:31
Release: 31.05.1999
Label: Nuclear Blast

Im Jahr 1999 haben sich die Schweden In Flames bereits einen festen Namen unter den Anhängern des Melodic Death Metal erspielt. Das letzte Album „Whoracle“ konnte weltweit gute Rezensionen einfahren und die Verkaufszahlen sowie Chartplatzierungen waren nicht zu verachten. Die ganze Melodic-Death-Metal-Szene war noch sehr jung, In Flames gehören hier ja zu einer der Bands der ersten Stunde. So vermochten es die Schweden mit ihrem nun aktuellen Album „Colony“ nicht über Nacht, aber doch in einer furiosen Geschwindigkeit der bis dahin noch recht kleinen Gruppe von Eingeweihten einen riesigen Zulauf zu bescheren. 

Zurück zum Album. „Colony“ wurde von Fredrick Nordström und der Band selbst produziert. Im Vergleich zu den Vorgängerwerken fällt die Scheibe melodischer und doch keineswegs weicher aus. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte werden auch cleane Vocals verwendet. Die bandtypischen Gitarrenläufe wurden weiter verfeinert und die Band spielte „Colony“ als erstes Album mit der festen Besetzung, die bis zum Ausstieg Jespers im Jahre 2010 hielt, ein. 

Neben den zehn neuen Songs befindet sich auch ein Remake auf dem Rundling. „Behind Space `99“ wurde bereits zuvor veröffentlicht. Der Titel war bereits auf dem Erstlingswerk der Band, „Lunar Strain“, zu finden und ist somit in der aktuellen Version das erste Mal mit der Stimme von Anders Fridén zu hören. 

Das Album beginnt mit dem frischen „Embody The Invisible“, einem Song mit treibendem Riffing und verzerrten Vocals. Es könnte sich durchaus auch noch um ein Lied des Vorgängeralbums „Whoracle“ handeln. Das nun ein anderer Weg eingeschlagen wird, das macht der zweite, oft live gespielte Titel, „Ordinary Story“ deutlich. Die Textpassagen sind hier clean gehalten und nur der Refrain wird gebrüllt. Diese Arbeitsweise wird sich von nun an durch alle In Flames-Alben ziehen. 

Fast alle Tracks des Albums verdeutlichen den starken Bezug zu den melodiösen, geschwungenen, aber immer knackigen Gitarrenriffs, die zu einem Sinnbild für die ganze Szene werden sollten. Der Songaufbau ist noch vergleichsweise simpel strukturiert und die Lieder sind recht leicht zu hören und sehr eingängig. Die Scheibe kann von Anfang bis Ende durchlaufen, ohne dass man auch nur einmal das Bedürfnis hat ein Lied zu überspringen. Viel zu interessant sind dafür die Kracher „Scorn“, „Colony“ „Coerced Coexistence“ oder „The New World“. Die Hits reihen sich wie auf einer Perlenkette aneinander.  

Diese Scheibe hat zum Millenium die Metal-Welt entscheidend geprägt, wenn nicht sogar verändert. Mit dem Hype um In Flames wurden auch zunehmends andere skandinavische Acts mehr beachtet und die Musik aus den Nordlanden beeinflusst bis zum heutigen Tage den Rock- und Metalsektor stark. Das ist nicht alleine den Musikern um Jesper Strömblad zuzurechnen, sie waren aber maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. 

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