Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

In Fear And Faith: Voyage

Sie verstehen es wie kaum eine andere Band, Härte mit Melodie zu verbinden
Wertung: 10/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 23:24
Release: 19.02.2008
Label: Eigenproduktion

In Fear And Faith sind (gemeinsam mit Motionless In White) die Post-Hardcore-Entdeckung des Jahres – im Dezember 2007 wurde in Eigenregie in Amerika eine Demo-EP veröffentlicht, die wenige Wochen später auch weltweit erhältlich war. Kurze Zeit später konnte man stolz verkünden, bei Rise Records unterschrieben zu haben – und das nicht ohne Grund.

Die Demo-EP hat es nämlich echt mehr als in sich; eröffnet wird sie mit dem Instrumentalstück „Pack Your Bags, We Leave At Dawn“ von Bassist Tyler und Zweit-Gitarrist / Pianist Ramin, das aus rein elektronischen Klängen besteht und eine sehr geheimnisvolle, beschauliche, aber auch rätselhafte Atmosphäre hervorruft. Ohne Pause geht dieses Stück nahtlos in den ersten richtigen Song „There Be Pirates Among These Seas“ über, der für eine Demo durch einen extrem vollen Klang überzeugen kann – das Schlagzeug klingt enorm kraftvoll, der Sänger der klaren Passagen, Tyler Smith, trifft mit seiner tollen, hellen Stimme ausnahmslos jeden Ton perfekt, während Cody durch sein voluminöses Screaming einen geschickten Gegensatz bietet.

„The Taste Of Regret“ beginnt mit einer engelsgleichen Piano-Melodie, die während des ganzen Songs immer wieder mit einfließt, im Hintergrund bauen sich tragende Keyboards auf und endlich schmettern dann auch die Gitarren sehr wuchtig in das Klanggerüst, immer unterstützt von ständigen Double-Bass-Einlagen. Keyboard, Piano, Screaming, Gesang, Drum, Gitarren – einfach alles passt perfekt zusammen und harmoniert in einer tollen Art und Weise, die sehr melodisch und emotional klingt, ohne dabei die nötige Härte zu vernachlässigen, die primär durch den sehr kraftvollen Klang des Drums verursacht wird.

Nach einem weiteren, elektronischen Zwischenspiel namens „Corsair“, geht es mit „No Chance (Of Walking Away Without A Scratch“) weiter, ein Song der, genauso wie „Silence Is Screaming“, die bekannten Stärken der Band in sich vereint und…einfach nur großartig klingt. Klasse Breakdowns, tolle Auftakte, aggressives Drumming, prächtiger Gesang, eine gigantische Atmosphäre dank Bass und Keyboard – was will man noch mehr?

Das Highlight der CD ist aber eindeutig der letzte Song „Live Love Die“, gleich mit einer an einen Blastbeat erinnernden Drum-Einlage und verdammt treibenden sowie dichten Riffs beginnend, wird auch in diesem Song oftmals das Piano eingesetzt. In der zweiten Hälfte des Songs folgt noch eine Bridge mit elektronischer Gesangsverzerrung, die zwar auch sehr schön klingt, aber bei der Stimme dieses Sängers nicht zwingend notwendig gewesen wäre.

In Fear And Faith verstehen es wie kaum eine andere Band, Härte mit Melodie zu verbinden, alle Mitglieder dieser Band beherrschen ihre Instrumente tadellos und setzen diese auch genauso ein – sogar die Produktion dieser Demo zeigt die Professionalität dieser Truppe. Leider ist der alte Sänger ausgestiegen, aber man hat bereits Ersatz gefunden und darf gespannt sein, ob er den Erwartungen des – durch diese EP verwöhnten - Hörers am 06.01.2009 gerecht wird, wenn endlich das offizielle Debüt-Album erscheint. Wer diese Band noch nicht kennt, oder nicht noch bis zum Erscheinen des Albums warten will, sollte sich diese EP auf jeden Fall zulegen.

comments powered by Disqus