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In Dread Response: From The Oceanic Graves

Absolut episch
Wertung: 8.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 61:47
Release: 08.12.2008
Label: Dead Boy Records

Die Künstler, deren derzeit neuestes Output „From The Oceanic Graves“ heißt, stammen aus dem schönen Aotearoa. So lautet die zungenbrecherische Bezeichnung der Māori für ihre Heimat, Neuseeland. Diese hat jedoch nicht nur ein einzigartiges Ökosystem aufzuweisen – so gab es dort bis der Mensch eingriff mit Ausnahme einiger Fledermausarten keinerlei Säugetiere! – sondern auch eine ganz herausragende Band, nämlich In Dread Response.

Genretechnisch lassen sich die Stücke der Band grob beim Melodic Death Metal einordnen, allerdings bedienen sich die Bandmitglieder großzügig an allerhand anderen Sparten: Man kann sogar Doom Metal-, Black Metal- oder gar Metalcore-Einflüsse vernehmen. So beginnt der Opener mit brachialen Blast-Attacken und extrem energetischen Riffs, macht einen knappen Ausflug in langsamere, hymnenartige Gefilde, wechselt daraufhin zurück zu Blasts, um im nächsten Moment mit einer ruhigeren, gesprochenen Passage fast schon nach Core zu klingen – und letztendlich resultiert diese ganze Gemisch in erneuten Blasts und furiosen Gitarrensoli. Der Song „Cannons At Dawn“ ist generell in zwei unterschiedliche Riff-Arten unterteilt. Zum einen gibt es Passagen, die ohne Ende grooven, während man sich in den übrigen Parts eher auf einen epischen Klang konzentriert hat. Eine noch größere Empfehlung stellt jedoch der Song „Scarecrows In The Sky“ dar, der unweigerlich für Gänsehaut sorgt – in den Versen wird brutal drauf los geblastet, die Growls liegen in einem angenehmen mitteltiefen Bereich und der Refrain überzeugt mit absolut epischen Riffs und einer zwar simplen, jedoch hervorragend zur Stimmung passenden andauernden Malträtierung der Bassdrum.

Die Doom-Einflüsse bemerkt man vor allem bei den längeren Tracks à la „Concrete Sanctuary“ oder „Lost Avenues“. Ersterer beginnt wieder mit groovenden Blasts, wechselt dann bis zum Schluss jedoch in sehr langsame, tragende Riffs, die nach einiger Zeit vielleicht etwas langatmig wirken können. Dies ist allerdings absolut verzeihbar, da es einfach umwerfend klingt: Die so ruhigen, majestätischen Riffs, das dezente Drumming welches nahezu nur noch aus Bassdrum und geschlossener Hi-Hat, sowie seltenen, vereinzelten Schlägen auf das Crashbecken besteht und die markanten Growls verbinden sich zu einer exzellenten Mischung. Bei „Lost Avenues“ hingegen lässt man sich viel Zeit mit einem ruhigen Intro, bis ein wahres Klanginferno losbricht – die Gitarren sind auch hier recht langsam und kaum verzerrt, was erneut in einer unschlagbaren Epik resultiert. Bemerkenswert ist, dass es der Band gelingt, diesen so langsamen Song kurz mit enorm schnellen Snare-Blasts zu untermalen, ohne den langsamen Takt zu verlieren.

Hört man den letzten, überlangen Song „Black Soterion“, so denkt man aufgrund des sehr behaglichen Zwischenteils schnell, dass das Album nun ruhig ausklingen wird. Allerdings kommt man zum Schluss doch noch auf die üblichen Blasts zurück, sodass das Album letztendlich mit einem wuchtigen Schlag endet. Übrigens endet der letzte Track mit dem Sound, mit dem der erste wieder anfängt, sodass man das Album perfekt in einem Rutsch immer und immer wieder durchhören kann. Schenkt man den Lyrics des Albums ein wenig Beachtung, fällt auf, dass diese anspruchsvoll, sehr clever durchdacht und wahrhaft extrem stimmungsvoll sowie eine absolute Bereicherung für dieses geniale Album sind. Zwar ist die CD zwischendurch aufgrund der vielen Blasts etwas anstrengend, aber hier sollten dennoch alle Anhänger harter Musik mal reinhören!

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