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In Arkadia: Wasteland Chronicles

Abwechslunsgreich, experimentell, professionell – ein Muss des Melodic Deaths Metals
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal/ Thrash Metal
Spielzeit: 47:29
Release: 01.10.2010
Label: Twilight-Vertrieb

Es gibt viele Bandnamen, die beim ersten Hören gleich Assoziationen hervorrufen. Oft kann auch sofort das Genre der Musik abgeleitet werden. Bands wie Legion Of Darkness spielen kein Glam Rock und Ragnaröek wird einen Teufel tun, sich mit Thrash Metal zu beschäftigen - ganz anders bei der Band In Arkadia. So neutral wie der Name, so erwartungsfrei legt man auch das neue Album „Wasteland Chronicles“ in den CD-Player, nur um von diesem neuen Werk der Franzosen umgehauen zu werden, noch bevor die erste Spielminute um ist.

Das dritte Album der Band In Arkadia bedient den Melodic Death Metal, wobei ein Thrash-Einschlag nicht zu überhören ist. Dabei verknüpfen sie geschickt Old-School-Elemente mit modernen Einflüssen und schaffen ein Werk, welches gerade angesichts des kurzen Bandbestehens von fünf Jahren einem Meisterwerk gleich kommt.

Die Musik von In Arkadia ist im Mid- bis High-Tempo-Bereich anzusiedeln, sehr klar und gleichzeitig wuchtig, was nicht nur an der guten Produktion liegt. Die Instrumente werden sehr sauber und punktgenau gespielt. Besonders die Spielweise der Gitarristen ist sehr feinsinnig und genau und dadurch mehr als hörenswert. Sänger Théos Vocals bestehen aus rauem und dennoch meist verständlichem Gesang. Weiterhin wurden in Liedern wie „Didaskalia“ cleane Vocals eingestreut, die an den Stil von Matt von Bullet For My Valentine oder Zielony von Virgin Snatch erinnern und gut gelungen sind. Sie geben dem Album unter anderem eine moderne Note, wo hingegen die wüsten Gitarren aus „Shock Doctrine“ mehr an „früher“ erinnern.

Als weiteren Schachzug haben sich In Arkadia für „Wasteland Chronicles“ ein paar bekannte Gesichter ins Boot geholt. In „The Agonist Pledge“ bekommt man Dirk Schlächter und Kai Hansen von Gamma Ray zu hören, bei welchem besonders zweiter durch seine markante Stimme zu erkennen ist und dem Lied unglaublich Stil verleiht. Gerade dieses Lied entwickelt sich zusätzlich durch seinen eingängigen Rhythmus schnell zum Ohrwurm und sticht aus dem Album positiv markant hervor.

Des Weiteren arbeiten In Arkadia mit Sänger David Boutaroin (ex-Destinity) und Truch von Benighted für das Lied „Forever Dusk“ zusammen. Gerade Benighted aus dem Grindcore/ Hardcore-Bereich beeinflusst dieses Lied sehr auffällig. Die verwendeten Pig Squeals sind wohl nicht jedermanns Sache und in Kombination mit Melodic Death im ersten Moment ein wenig gewöhnungsbedürftig. Truch ist aber ein wahrer Meister dieses Fachs und beherrscht die Technik der extremen Vocals sehr überzeugend, so dass man auch diesem Lied Respekt zollen muss.
Neben dem Intro gibt es auf „Wasteland Chronicles“ aber auch noch ein weiteres instrumentales Stück zu begutachten. „Slaves To Sin“ ist anmutig cineastisch und vermittelt durch die eingesetzten Streicher eine erhabene Atmosphäre mit viel Feingefühl.

Dies und die vorher genannten experimentellen Ideen der Band machen das Album „Wasteland Chronicles“ zu einem sehr vielfältigen, interessanten Werk, welches bis zum Schluss Hörspaß garantiert. Nicht nur die unterschiedlichen Aspekte, auch die wirklich gut beherrschten und kunstvoll eingesetzten Instrumente verhelfem diesem Album zu etwas besonderem. Ein weiterer Pluspunkt hat sich die Band dadurch verdient, dass sie es schafft, auch in den harten und aufbrausenden Passagen die Nerven zu behalten und die Instrumente weiterhin professionell kontrolliert zu bedienen, anstatt sich zu einer wilden, chaotischen Knüppelei hinreißen zu lassen. Wer diese Band noch nicht erlebt hat, sollte dies schleunigst nachholen.

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