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Impiety: Terroreign

Gnadenlose Prügelorgie mit wenig Abwechslung
Wertung: 5/10
Genre: Black / Death / Thrash Metal
Spielzeit: 35:49
Release: 29.05.2009
Label: Agonia Records / Twilight

Diese Band kommt aus Singapur, einem Land, in dem man es als Metalband nicht gerade einfach haben dürfte, wo doch schon Spucken auf die Straße mit 500 € oder ähnlich gestörten Summen geahndet wird. Vielleicht hat die besonders harte Mischung aus Black-, Death- und Thrash Metal, die Impiety spielen, ja auch mit Rebellion gegen die restriktive Politik der Regierung zu tun – immerhin gibt es in Singapur noch genügend Dinge, gegen die man rebellieren kann.

Andererseits liegt mit „Terroreign“ bereits das sechste Album der Band vor, man ist also schon seit einiger Zeit im Geschäft. Und rein technisch gesehen ist auch deutlich hörbar, dass hier keine Anfänger zocken: Es werden einem pfeilschnelle Riffs um die Ohren gehauen, die Doublebass tönt wie eine Maschinengewehrsalve nach der anderen, Blastbeats sind noch und nöcher zu hören und die Breaks sitzen sauber.

Kompromisse geht diese Kombo ganz bestimmt nicht ein, hier wird fast die ganze Zeit nur geknüppelt; Midtempopassagen tauchen eher sporadisch mal auf. Die Präzision, mit der hier zu Werke gegangen wird, ist bei dem Tempo sicherlich schon beeindruckend, aber mir persönlich geht das permanente Geprügel nach einiger Zeit einfach nur noch auf den Zeiger. Natürlich gibt es auch andere Bands, die ausschließlich schnell spielen, aber hier ist ja kaum noch Struktur erkennbar. Was nützt es, wenn ich einen Sänger habe, der – und das tut er wirklich – äußerst angepisst ins Mikro kotzt und wenn ich noch so schnell zu spielen vermag, wenn so gut wie gar keine Abwechslung und Songwriter-Qualitäten vorhanden sind?

Hinzu kommt eine etwas unterkühlte und dünne Produktion (arg getriggerte Bassdrum) und zwar schnelle, aber völlig unpassende, harmonisch meist ziemlich daneben liegende Lead-Gitarren-Läufe. Soll vielleicht gerade ein Trademark der Band sein, aber für mich hört sich das an wie einfach mal ohne Plan über irgendwas drübergedudelt, will heißen: Wie gewollt und nicht gekonnt.

Erst in der zweiten Hälfte der Platte sind teilweise einige Riffs etwas differenzierter herauszuhören und so etwas wie Songwriting erkennbar, beispielsweise bei „Goatfather“ oder „The Black Fuck“. Auch „My Dark Subconscious“ könnte man dazuzählen, nur handelt es sich hierbei um ein Cover von Morbid Angel
Es kann aber natürlich auch sein, dass ich einfach zu blöd bin, um den Hochgeschwindigkeits-Aggro-Metal von Impiety zu kapieren. Gerade noch fünf Punkte jedenfalls für die technische Leistung der Band.

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