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Impaled: The Last Gasp

Durchweg gewohnte Kost zum Schwanengesang
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 38:46
Release: 30.11.2007
Label: Candlelight Records

Die Zeiten, in denen bei Impaled mal wirklich Verwertbares eingespielt wurde, scheinen mittlerweile auch schon wieder Jahre zurückzuliegen. Stets im Fahrwasser solcher Kapellen wie Carcass und Exhumed musizierend, verfiel man nach dem ansprechenden „Mondo Medicale“ immer mehr der Zweitklassigkeit, wenngleich die handwerklichen Qualitäten des Oakland-Vierers nie wirklich in Frage standen. In diesem Sinne scheint es nur konsequent, dass die Band, wenn auch ein wenig überraschend, dieser Tage ihren Schwanengesang einläutet und sich mit „The Last Gasp“ vorläufig(?) aus der Todesblei-Szene verabschiedet. Eine glückliche, andererseits aber auch bemerkenswerte Entscheidung, wie ich finde…

Auf besagtem neuem Studiowerk gelingt es der Band nämlich kaum mehr, echte Akzente zu setzen. Rifftechnisch scheint mittlerweile alles durchexerziert und gesagt, wohingegen die Arrangements auch mehr oder weniger unspektakulär und gewöhnlich konstituiert sind. Zwar gefällt zwischenzeitlich die leichte Exodus- bzw. Bay Area-Schlagseite des Materials, kann aber von der Band nicht effizient verwertet werden. Hier und dort ein paar flotte Thrash-Riffs mit geringem Wiedererkennungswert sind daher auch schon alles, was produktiv bei dieser leicht veränderten Kursrichtung herausspringt.

Nüchtern betrachtet kann man Impaled aber dann doch keinen Vorwurf machen; die Jungs spielen ihre Stiefel professionell runter und bieten alles in allem solide Kost, allen voran Midtempo-Nummern wie „Sickness Is Health“ und „The Visible Man“, die sehr positiv aus dem speedigen Allerweltsstoff herausstechen. Und auch diejenigen Kompositionen, in denen den Lead-Gitarren einige Freiräume gewährt werden, beweisen noch einmal, dass die Band es grundsätzlich immer noch draufhat, würden nur die Ambitionen immer mitspielen.

Insofern ist „The Last Gasp“ zwar kein berauschender, bezogen auf die zweifelhafte musikalische Entwicklung der Truppe aber dennoch versöhnlicher Abschluss, auf dem man immerhin noch ein halbes Dutzend solider Death-Thrash-Ware finden wird. Dem Ästheten mag dies natürlich zu wenig sein, doch wer sich gerne mit thrashigem Stoff der Marke Exhumed meets Carcass berieseln lässt und keine zu hohen Ansprüche an diesen Sound stellt, darf zumindest mal einen kurzen Lauschangriff riskieren.

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